Besichtigung „Regionale Entdeckungen“ führt zu Basdorfer Hutewald und Feldern mit besonderen Pflanzen

Genießen, was das Land hergibt

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Zu einer stimmungsvollen Fahrt um Basdorf sind knapp 40 Teilnehmer aufgebrochen.

Basdorf/Scheid. Das Schinkenbrot in der einen Hand, den Holunder-Cocktail in der anderen stehen mehr als 40 Menschen am Rande des Basdorfer Hutewalds und genießen. „Im Wald schmeckt’s immer am Besten“, weiß Fritz Schäfer,  Reiseführer bei „Regionale Entdeckungen“.

Seit vergangenem Jahr lädt der Fachdienst Landwirtschaft dazu ein, einheimische Produkte zu genießen und ihre Ursprünge kennenzulernen.

Der Schinken für den Imbiss stammt direkt aus dem Wald, von Schweinen wie denen, die auf Fritz Schäfers Zuruf „Komm her, komm“ zwischen Eichen und Buchen auftauchen. Im Schnitt würden 25 Tiere auf den acht Hektar leben, erklärt Schäfer, Vorsitzender des Hutewaldvereins. Dessen Ziele seien, alte Rassen zu erhalten, die frühere Haltung zu zeigen und Touristen etwas zu bieten. Die Tiere werden gefüttert, leben aber auch vom Wald: „Wenn die Eicheln fallen, sind sie nicht mehr zu sehen. Aber ihr Schnarchen ist zu hören“, berichtet Schäfer.

Der Holunder im Cocktail stammt von Christian Höhles Feldern. Die Blüten liefert er an eine Gemeinschaft in Fulda und vermarktet anschließend Produkte wie die „Holunderperle“. Auf 30 Hektar bauen er und seine Familie ausschließlich Sonderkulturen an. Darunter sind auch Heilpflanzen: Rosenwurz für die Konzentration und Weiden als Schmerzmittel. Der Anbau sei oft aufwändig, er habe Landmaschinen umbauen müssen: „Was mit Handarbeit geht, ist zu teuer, was mit gewöhnlichen Maschinen möglich ist, kann jeder. In diesem Bereich muss man sich was einfallen lassen“, erklärt er. 

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