Hessenforst diskutiert Pläne mit Naturschützern und Eigentümern

Edersee: Artenvielfalt an Steilhängen erhalten

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Schätze bewahren: Die Ederseesteilhänge, hier von der Kahlen Haardt fotografiert, wurden vor 15 Jahren als Schutzgebiete ausgewiesen. Das Regierungspräsidium arbeitet jetzt an einem Plan, um die Vorgaben umzusetzen.

Vöhl/Waldeck. Rund 15 Jahre nach der Ausweisung von Schutzgebieten an den Ederseesteilhängen arbeitet Hessenforst konkrete Bewirtschaftungspläne für diese Flächen aus.

Am Dienstag hatte das Regierungspräsidium (RP) Kassel zum Runden Tisch nach Vöhl eingeladen, um die Pläne zu diskutieren. Dabei ging es um Fragen wie: Welche Eingriffe in die Lebensräume der „Flora-Fauna-Habitat-Gebiete“ (FFH) sind nötig? Wie hoch sollten die Ziele gesteckt werden? Und welchen Einfluss haben andere Naturschutzprojekte? „Für die FFH-Gebiete gilt das Verschlechterungsverbot“, erklärte Anna Maria Pohl von der Oberen Naturschutzbehörde beim RP. Das heißt: Der aktuelle Stand der Artenvielfalt an den Steilhängen soll erhalten werden. Aber: „Es gilt die Basis der Freiwilligkeit“, ergänzte sie. Eigentümer der Flächen, zu denen vor allem die Stadt Waldeck und die Waldeckische Domanialverwaltung gehören, müssen diesen Stand also nicht erhalten. „Wir verhandeln mit den Eigentümern“, erklärt Pohl. Lassen die sich auf eine Umstellung bei der Bewirtschaftung und entsprechende Verträge ein, zahlt das Land Entschädigungen. (resa)


Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 15. September.

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