Buntes Glockenfest rund um die Alte Schule – Erlös und Spenden ermöglichen Erhalt der Anlage

Herzhäuser retten ihre Glocke

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Harald Depmeier und Friedrich Hoffmann erinnern an die Geschichte der alten Herzhäuser Glocke

Rund 500 Euro fehlten die Herzhäusern noch, um ihre Glocke zu erhalten. Also stellten sie kurzerhand ein Fest auf die Beine. Der Erlös reichte: Dank des Glockenfestes wird es in Herzhausen weiter läuten.

Ein halbes Jahr noch bleibt den Herzhäusern für den Erhalt der Glocke im Türmchen des Dorfgemeinschaftshauses, sonst muss das klingende Zeichen für die Tradition im Dorfleben aus technischen Gründen stillgelegt werden. Da im Gemeindeetat keine Reserven zur Unterstützung der Glockensanierung vorhanden sind, entschlossen sich eine Gruppe junger Männer und zahlreiche engagierte Bürger um Harald Depmeier, die Finanzierungslücke mit einem Fest zu schließen, damit ein Stück Herzhäuser Lebensgefühl erhalten bleibt.

„Das Fest ist gut für das Dorf und die Gemeinschaft, viele sind gekommen, wir bedanken uns bei allen, die geholfen haben, ganz besonders bei den Frauen, die so viele leckere Kuchen gebacken haben, deren Erlös ebenfalls unserem Projekt zugute kommt“, brachte Darwin Depmeier aus Sicht der jungen Initiatoren seine rundweg positiven Eindrücke von der Veranstaltung auf den Punkt. Der Singkreis Kirchlotheim eröffnete das musikalische Programm mit heimatlichen Liedern wie „Hörst du mich im Wiesental?“. Den musikalischen Ablauf einer Jagd vom Aufbruch zum „fröhlichen Jagen“ über die Totsignale für unterschiedliche Beute gestaltete die Jagdhornbläsergruppe Herzhausen. Der MGV Liederfreund Herzhausen rundete das Unterhaltungsprogramm mit Evergreens und traditionellem Liedgut ab. Auch wenn ein heftiger Regenguss den Auftritt des Männergesangsvereins etwas nach hinten verschob, ging alles zugunsten der Glocke über die Bühne. „Wir haben das Ziel erreicht“, zog Petra Depmeier auch im finanziellen Bereich ein positives Fazit. In seinem Rückblick auf die Rolle von Türmchen und Glocke im Dorfleben ging Harald Depmeier bis zur kleinen Fachwerkkirche mit Bruchsteinunterbau auf der heutigen Landzunge zurück. (ahi)

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 30. Juni 2016.

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