Großer Feuerwehreinsatz im Altenheim

Asel: Kirschkernkissen gerät in Brand

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Die Feuerwehrleute waren teils unter Atemschutz im Einsatz. Das Altenheim on Asel wurde mir einem Hochdrucklüfter entraucht.

ASEL. Ein brennendes Kirschkernkissen in einer Mikrowelle hat am späten Dienstagabend für eine starke Rauchentwicklung im Seniorenheim Zum Weinberg Asel geführt und damit einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst.

Nach Informationen von Einrichtungsleiter Thomas Wöllenstein hatte eine 75 Jahre alte Bewohnerin des betreuten Wohnens ein Kirschkernkissen in ihrer Mikrowelle aufwärmen wollen, dabei sei es zum Brand gekommen. Nachdem gegen 22.40 Uhr die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte, alarmierte die Rettungsleitstelle die Feuerwehren aus Asel, Vöhl, Basdorf, Marienhagen und Herzhausen.

Als die ersten Brandschützer bei ihrer Ankunft eine Rauchentwicklung sahen, wurden weitere Kräfte alarmiert, zudem rückten der Korbacher Notarzt und die Besatzungen dreier Rettungswagen sowie der Leitende Notarzt und zwei Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OLRD) zu dem Altenheim aus - schließlich handelt es sich um ein sogenanntes Sonderobjekt. Daher machten sich auch die Drehleiter und zwei Tanklöschfahrzeuge aus Korbach auf den Weg nach Asel, sie konnten die Alarmfahrt nach entsprechender Rückmeldung aber abbrechen.

Während die Bewohner in den Speisesaal geführt wurden, schafften Feuerwehrleute die rauchende Mikrowelle ins Freie. Mehrere Trupps der insgesamt etwa 65 Feuerwehrleute waren unter Atemschutz im Einsatz. Während Ärzte und Rettungskräfte die Bewohner auf mögliche Verletzungen durch Rauchgase oder stressbedingte Symptome untersuchten, begann die Feuerwehr bereits, das Gebäude mit einem Hochdrucklüfter zu entrauchen. Einsatzleiter waren Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk (Basdorf) und sein Stellvertreter Marco Amert (Buchenberg). Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer war vor Ort.

Einrichtungsleiter Thomas Wöllenstein dankte ausdrücklich den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst, aber auch den eigenen Mitarbeitern - dabei hatten sich nicht nur die im Dienst befindlichen Kollegen sofort um die Bewohner gekümmert. Auch die Mitarbeiter, die im Gebäudekomplex auf dem Weinberg wohnen und zum Zeitpunkt des Einsatzes frei hatten, kamen sofort hinzu und unterstützten ihre Kollegen. Nicht zuletzt hätten einige im Haus lebende Flüchtlinge dabei geholfen, die Senioren in den Speiseraum zu führen. "Vor allem bin ich aber froh, dass offenbar niemandem etwas passiert ist", sagte Wöllenstein.

Ob die Dame die Nacht in ihrer eigenen Wohnung schlafen konnte oder ein Ausweichquartier beziehen musste, stand am späten Abend noch nicht fest. Nach ersten Erkenntnissen war zwar durch das Feuer nicht einmal der Schrank, auf dem die Mikrowelle stand, beschädigt worden; die Rauchgase könnten jedoch zu einer Beeinträchtigung führen, hieß es. (112-magazin.de)

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