Kompromiss für die Steilhänge am Edersee

Land weist neue Waldflächen zur Stilllegung aus

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Der Ortsbeirat in Asel hatte gemeinsam mit der Gemeinde Vöhl gegen die Stilllegung einer großen Waldfläche an den Nordhängen des Edersees demonstriert – vor allem aus Sorge um touristisch genutzte Wanderwege. Nun gibt es einen Kompromiss.

Vöhl. Es ist ein Kompromiss: Statt 1000 Hektar Waldfläche an den Nordhängen des Edersees nimmt das Land dort rund 500 Hektar aus der Nutzung.

Mehr als 1000 Hektar stillgelegten Wald hatten sich die Naturschutzverbände an den Nordhängen des Edersees gewünscht. Der Protest in der Region war groß. In der vergangenen Woche hat das hessische Umweltministerium nun bekannt gegeben, welche Flächen künftig aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen werden sollen: Betroffen sind rund 500 Hektar Wald an den Nordhängen. Insgesamt werden im Forstamt Vöhl rund 800 Hektar still gelegt. Fast 500 Hektar Wald behandelt Hessenforst bereits seit 2013 als Schutzgebiete, weitere 300 Hektar kommen nun hinzu. Im Forstamt Frankenberg werden etwa 1000 Hektar der natürlichen Entwicklung überlassen.

„Bei den nun nicht ausgewiesenen Flächen handelt es sich um Plateaulagen, die überwiegend mit naturschutzfachlich weniger bedeutsamen Nadelholz bestockt sind“, erklärt Jana Kinne vom Ministerium die Entscheidung. Im Osten und damit im Bereich der Stadt Waldeck würden sich die neue Abgrenzung an den Grenzen des FFH-Gebietes „Edersee-Steilhänge“ orientieren. Hier seien insbesondere „naturschutzfachlich bedeutsame“ Buchenbestände bei Scheid und am Campingplatzes Fürstenthal ausgewiesen worden. (resa)

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