Entscheidung über SPD-Antrag für Senioren- und Behindertenbeirat in Vöhl wird vertagt

Politischer Streit um Beirat

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Wer ist dafür zuständig, Barrieren zu finden: Darüber herrscht in der Vöhler Gemeindevertretung noch keine Einigkeit.

Vöhl. Wer sollte in der Großgemeinde Vöhl Hürden erkennen? Wer sollte dafür sorgen, dass Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle freie Fahrt haben? Oder dass Sehbehinderte Hilfe bekommen? Darüber gehen die Meinungen in der Vöhler Gemeindevertretung auseinander

Die SPD wünscht sich die Gründung eines Senioren- und Behindertenbeirats – besetzt mit Vertretern der Seniorenheime, Pflegedienste, Altenclubs und Verbänden wie dem VdK und Mitgliedern der Fraktionen. Deswegen hatten die Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag verfasst (wir berichteten). „Wir beantragen, bei allen künftigen Planungen der Gemeinde Barrierefreiheit als Ziel zu berücksichtigen“, betonte Volker König, „und wir sind der Meinung, dass Betroffene als Einzige wirklich sagen können, wo es Barrieren gibt.“ „Brauchen keinen Beirat“ Gertmann Sude von der CDU erwiderte: „Über die Ernsthaftigkeit dieses Themas sind wir uns alle einig. Aber die Christdemokraten würden diese Aufgabe eher bei Ortsbeiräten oder bei ein bis drei Vertrauenspersonen sehen. „Einen Beirat sehe ich eher nicht“, erklärte Sude. Auch André Kalabis von den Freien Wähler stellte die Frage nach der Notwendigkeit: „Gibt es überhaupt den Bedarf für ein großes Gremium?“, fragte er. Vor Neubauten werde ohnehin schon die Frage nach Barrierefreiheit gestellt. Und Fraktionskollegin Silvia Steiner ergänzte: „Wir haben außerdem jemanden, der sich in der Gemeinde um Inklusion kümmert. Wir sollten keinen Beirat gründen, sondern mündige Bürger fragen.“ (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 20. Juli.

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