Mehr als 300 Interessierte nehmen am Bürgerinformationsabend zur Flüchtlingssituation in Vöhl teil

Vöhl bereitet sich auf neue Flüchtlinge vor

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Mehr als 300 Interessierte kamen am Donnerstagabend in die Vöhler Henkelhalle. Dort informierte Bürgermeister Matthias Stappert über die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in der Großgemeinde.

Mehr als 300 Besucher kamen zur Bürgerinformation in der Vöhler Henkelhalle. Dort berichtete Bürgermeister Matthias Stappert über Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge.

Vöhl. Am Ende bildeten sich lange Schlangen an der Liste der Freiwilligen. Noch während der Bürgerinformation zur Flüchtlingssituation in Vöhl hatte Parlamentschef Karl-Heinz Stadtler die Vöhler aufgerufen, sich als Pate für Flüchtlinge zu melden. Und viele zögerten nicht. Auf 80 Menschen vorbereitet Zuvor hatten Bürgermeister Matthias Stappert und mehr als 300 Zuhörer eine weitestgehend sachliche und informative Veranstaltung über die Bühne gebracht. Eingestiegen war der Bürgermeister, der eher dafür bekannt ist, Zitate zu vermeiden, mit eben solchem: „Die Welt ist im Wandel“, stellte er wie einst Galadriel im „Herrn der Ringe“ fest. Und jeder Mensch, der seine Heimat verlasse, habe seine eigene Geschichte.

In der Großgemeinde Vöhl leben im Moment elf Flüchtlinge aus sechs Nationen – acht Männer in Dorfitter und drei in Vöhl. „Wir erwarten bis Ende des Jahres 50 weitere Flüchtlinge“, sagte Stappert. Konkrete Zuweisungen des Landkreises gebe es noch nicht. Aber die Gemeinde bereitet sich vor: 20 Wohnplätze sind bereits angemietet, von denen elf vergeben sind. Über weitere 20 verhandelt die Gemeinde noch. In fünf bestellten Mobilheimen könnten im Fichtenweg in Vöhl weitere 40 Wohnplätze entstehen. „Anfang Dezember stehen in unserer Gemeinde also 80 Plätze zur Verfügung“, rechnete Stappert, „das würde passen.“ (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung am Samstag 24. Oktober.

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