Jährliches Defizit des Vöhler Henkelbades soll um 80 000 Euro sinken

Vöhler Sauna bleibt geschlossen

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„Wir wollen das Bad erhalten“: Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert und EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller verkündeten gestern die Schließung der Sauna – „zugunsten des Henkelbades“.

Vöhl. Die Sauna in Vöhl bleibt mindestens bis Dezember 2017 geschlossen: Das kündigte EWF-Chef Stefan Schaller gestern an.

Bereits im Sommer beschloss der Gesellschafterausschuss des Henkelbades in Vöhl, die Sauna sechs Wochen lang nicht zu öffnen. Jetzt machen die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) und die Gemeinde Vöhl Nägel mit Köpfen – einstimmig. Ende 2017 wolle man sehen, ob sich die finanzielle Lage der Gemeinde verbessert habe. „Das Henkelbad kostet uns als Gemeinde jedes Jahr 300 000 Euro“, erklärte Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert, „dieses Defizit versuchen wir seit Monaten und Jahren zu senken.“ Denn die Kassen sind leer. „Bad hat Priorität“ Durch die Schließung der Sauna reduziere sich das Minus um 80 000 Euro, rechnete Schaller gestern. „Wir schließen also die Sauna zugunsten des Bades“, erklärte Stappert, „denn das Henkelbad hat Priorität“. In den drei geöffneten Sommermonaten kamen rund 9000 Besucher in das Freibad. Im ganzen Jahr 2015 nutzten 5500 Besucher die Sauna. „Wir haben also jede Eintrittskarte für die Sauna mit 14 Euro subventioniert“, erinnerte Stappert. Viele der Gäste kämen aber gar nicht aus der Gemeinde. Und der Betrieb über den Winter koste nicht nur Energie, sondern auch Personal. (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der WLZ am 11. Oktober.

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