Jugendliche der Ederseeschule  stellen in der Vöhler Synagoge Opferschicksale vor

Vöhler Schüler suchen Spuren in Auschwitz

Vortrag in der Synagoge: Jakob Golosz, Najila Nazeri, Robert Wilden, Michael Golosz, Alisa Hein und Helena Ernst (v. l.) mit Karl-Heinz Stadtler und Christiane Schimana-Schreiber. Foto: pr

Vöhl. Bereits seit Anfang Juni läuft das Projekt „Auschwitz“ in der ehemaligen Vöhler Synagoge, vergangenen Freitag kam dann der große Auftritt für die Schülerinnen und Schüler eines Ethikkurses der Ederseeschule Herzhausen: Nach gründlicher Recherche präsentierten sie die Geschichten von fünf Holocaust-Opfern, über die sie sich während des Unterrichts bereits gründlich informiert hatten.

In einem 45-minütigen Vortrag berichteten sie zuerst über das Leben von Esther Bejarano und den Geschwistern Renate und Anita Lasker. Die drei Frauen überlebten Auschwitz. Auch das Leben der Immenhäuserin Lilly Jahn und des Vöhlers Max Mildenberg, die beide in dem Lager der Nazis ermordet wurden, nahmen die Jugendlichen in den Blick. Vor dem Hintergrund der historischen Geschehnisse debattierten die Schüler über die Menschenrechte, wobei sie zusätzlich mit einem Gedichtsvortrag den Sinn und den Wert des Erinnerns ansprachen. Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender des Förderkreises, würdigte die Fleißarbeit des Kurses und dankte insbesondere auch der Lehrerin Christiane Schimana-Schreiber. (r)

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