Baugebiete-Tausch Neu gegen Alt

Planungshoheit, ade! Wiesbaden regiert ins Rathaus hinein

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Symbolischer Spatenstich im August 2009 im Herbser Neubaugebiet. Seitdem ist kein einziges Grundstück verkauft worden. Da auch noch keine Erschließung erfolgte, ist der Stadt auch noch kein Schaden entstanden. Nun soll das Baugebiet rückabgewickelt werden, damit auf dem Scheidköppel in Volkmarsen Baugrundstücke entstehen können. 

Volkmarsen. Wenn die Stadt am Fuße der Kugelsburg ein neues Baugebiet am Scheidköppel haben will, dann muss zunächst ein anderes, bereits genehmigtes Baugebiet in Herbsen wieder vom Plan streichen und rückabwickeln.

„Mit der Vorgehensweise des Ministeriums sind wir sehr unzufrieden“, kommentierte Bürgermeister Hartmut Linnekugel im Stadtparlament. In Volkmarsen und in den Dörfern gebe es so gut wie keinen Leerstand.

Die Baugrundstücke in den Baugebieten Hummelswiese und auf dem Scheid gingen weg wie warme Semmeln. Deshalb wolle der Magistrat auch am Scheidköppel festhalten.

Aus dem Ministerium sei aber die Forderung gekommen, dass zumindest das 2009 ausgewiesene Baugebiet „Am Lotzenbusche“ im Stadtteil Herbsen rückabgewickelt werden müsse, bevor das Neubaugebiet auf dem Scheidköppel genehmigt werden könne.

Tatsächlich hat es seit Genehmigung des Baugebietes in Herbsen keinerlei Nachfrage nach Baugrundstücken dort gegeben.

Dennoch fiel es dem Ortsbeirat nicht leicht, die Chance auf eine Vergrößerung des Dorfes dort aufzugeben, wie Ortsvorsteher Burghard Scheele am Dienstagabend berichtete. Im Interesse der Stadt Volkmarsen wolle sich der Ortsbeirat diesem Plan jedoch nicht sperren.

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