Dorfentwicklung in Ehringen und Lütersheim

Plätze schaffen durch Abrissbagger

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Aiuf dem Grundstück dieses abbruchreifen Wohnhauses in Ehringen soll eine Grünfläche mit Pkw-Stellplätzen im eng bebauten Ortskern geschaffen werden.

 Die Abrissbagger rumoren demnächst in Ehringen und in Lütersheim. "Wir schaffen Luft zum Atmen", bringt Bürgermeister Hartmut Linnekugel die Ziele dieser Dorfentwicklungsprojekte auf den Punkt.

Das baufällige Haus Unterstraße 11 in Ehringen wird abgebrochen, und das gut 110 Quadratmeter messende Grundstück wird als Dorfplatz im Anschluss an den Kinderspielplatz hergerichtet.

Im Nachbarort wird ein Haus an der Dorfstraße abgerissen, es ist ebenfalls nicht mehr zu sanieren. Für die Gestaltung gibt es nur einen Vorentwurf. Hier bietet sich aber eine Gestaltung als Grünfläche im Anschluss an den seit den 90-er Jahre bestehenden Dorfplatz mit dem Brunnen an.

Für beide Grundstücke hat die Volkmarser Architektin Brigitte Schade-Kleist im Zuge der Dorfentwicklung in Volkmarsen Zeichnungen angefertigt. Die Stadt hat beide Gebäude angekauft und bekommt für den Abriss Zuschüsse des Landes.

Das etwa 100 Jahre alte Gebäude in Ehringen hat die Stadt als so genanntes Fiskalerbe vom Land bereits im vergangenen Sommer gekauft, es war von dem letzten Eigentümer zu seiner Entlastung an einen Anwalt abgegeben worden.

Die Stadt konnte es zu einem Anerkennungspreis erstehen und lässt das Gelände im kommenden Herbst neu gestalten. Dabei sollen die Sandsteingrundmauern erhalten bleiben. Die so genannten Spolien markieren dann für die Zukunft den ehemaligen Bestand. Die Fläche bekommt zwei Stellplätze und Sitzgelegenheiten.

Die Ehringer Stadtverordnete Christel Keim berichtete erfreut, dass sich in jüngster Zeit verstärkt junge Familien in Ehringen angesiedelt hätten oder dorthin zurückgekehrt seien, ob im Neubaugebiet oder nach dem Erwerb einer Immobilie im Dorf. Bahnanschluss, Kindergarten, zwei Lebensmittelgeschäfte und das Freibad seien wichtige Argumente für eine Ansiedlung in Ehringen.

So haben sich die Einwohnerzahlen im Dorf erhöht, ebenso in Külte und Volkmarsen, wie Bürgermeister Hartmut Linnekugel berichtet. Neben dem Ortsbeirat ist der in die Entwicklung des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) einbezogene Ausschuss an den Planungen für die weitere Entwicklung im Ort beteiligt.

Das ehemalige Wohn- und Stallgebäude am Dorfplatz in Lütersheim und ein kleiner Anbau werden abgerissen. Die angrenzende Schmiede wird die Stadt verkaufen. Eine Renovierung des nach wie vor als Werkstatt voll eingerichtete Gebäudes war kurzzeitig erwogen worden, sagte Ortsvorsteher Hartmut Fischer. Doch im Hinblick auf die weitere Nutzung und die damit verbundenen Kosten haben die Lütersheimer davon Abstand genommen.

 Für den Ankauf und den Abbruch in beiden Ortsteilen hat die Stadt 55 000 Euro Kosten veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für die Umgestaltung.

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