Obduktionsergebnis zum Badeunfall vom Sonntag liegt vor

Junger Mann aus Leichtsinn im Edersee ertrunken

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Den sichersten Badespaß an heimischen Ufern wie dem Rehbachstrand gibt es mit der DLRG und ihren Empfehlungen.

Edersee. Der 25 Jahre alte Iraker, der am Sonntag im Edersee ertrank, starb ohne Zutun Dritter. Auch kein medizinisches Problem wurde ihm zum Verhängnis, ergab die Obduktion laut Polizei. Der junge Nichtschwimmer, der in Waldeck wohnte, verlor sein Leben durch Leichtsinn. Eine Gefahr an den heimischen Seen, in der nicht nur Zuwanderer ohne Schwimmkenntnisse schweben.

Der Verunglückte bewegte sich mit seinen zwei Bekannten an einem steil abfallenden Ufer, des Boden aus Lehm besteht: glitschig wie Eis. Als "bodenlosen Leichtsinn" betrachtet Schulze so ein Verhalten, vor dem auch Einheimische nicht gefeit seien. Viele hätten im Edersee schon ihr Leben verloren, obwohl sie Schwimmer waren, etwa, weil sie angetrunken und bei Dunkelheit ins Wasser stiegen.

Auch Einheimische oft zu unvorsichtig - was die DLRG rät

Hinzu kommt, dass auch in Deutschland mehr und mehr Kinder und Jugendliche die Schulen verlassen, ohne sicher zu schwimmen. Die DLRG rät dazu, in jedem Alter dieses Versäumnis nachzuholen. Angebote gebe es genug, betont Kreisverbandsvorsitzende Angelika Vahle. Ansprechpartner fänden sich für Einheimische wie Flüchtlinge in den örtlichen Schwimmbädern, bei den DLRG-Ortsgruppen oder beim Kreisverband selbst unter 05693-35 99 116 oder info@kv-waldeck-frankenberg.dlrg.de.

Außerdem empfiehlt Angelika Vahle den Blick auf die Internetseite der DLRG unter www.dlrg.de. Dort finden sich in 28 Sprachen die Baderegeln, die mehr Sicherheit beim Sommerspaß im Wasser gewähren. (su)

Mehr in der WLZ vom 16.7.2016

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