Neue Forschungsergebnisse der Physikalisch-technischen Bundesanstalt

Ohr des Menschen hört mehr vom Infraschall als gedacht

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Viele Gegner von Windkrafträdern in der Nähe von Wohnsiedlungen sorgen sich unter anderem um den "unhörbaren Schall" an der Wahrnehmungsgrenze, in diesem Fall sehr tiefe Töne, die unter der Bezeichnung "Infraschall" gefasst werden.

Ein europäisches Forschungsprojekt, an die Physikalisch-technische Bundesanstalt (PTB) führend beteiligt ist, hat Verblüffendes zu Tage gefördert. Das Gehör des Menschen reagiert auf weitaus tiefere Töne im Infraschallbereich, als bislang gedacht.

Gegner von Windkraftanlagen in der Nähe von Siedlungen, wie Bruno Mecke von der Höringhäuser Bürgerinitiative "Gegenwind" fühlen sich bestätigt: "Viele unserer Mitglieder sorgen sich um Infraschall." Bislang war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die Untergrenze für menschliche Ohren bei 16 Hertz liegt. Tatsächlich bewegt sich die Wahrnehmungsschwelle für Infraschall aber bei 8 Hertz. Welche Auswirkungen das Ganze auf die Planung von Windkraftanlagen, auf Lärmschutzvorschriften für Lkw, Generatoren oder Wärmepumpen hat, ist seriös aber noch nicht abzuschätzen. Die Untersuchungen der PTB fallen in den Bereich der Grundlagenforschung.

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