Waldeck muss auf Projekt der nordhessischen Landkreise warten

Stadt kann Breitband nicht mehr selbst ausbauen

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Mittelalterliche Zustände herrschen in der Stadt Waldeck bei der Versorgung mit Hochgeschwindigkeits-Datenleitungen. Die Stadt selbst kann daran nichts ändern, sondern muss auf das Projekt der nordhessischen Kreise warten. Der Ausbau soll in diesem Jahr beginnen, heißt es seitens der Breitband-Nordhessen GmbH.

Martin Merhof (FDP) machte in der Stadtverordnetensitzung seinem Unmut Luft über die Verzögerung bei der Breitbandversorgung, also in der Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen.

Er warf dem Bürgermeister vor, nach Jahren des Bemühens kein Ergebnis vorzuweisen. Das treffe besonders zahlreiche Wirtschaftsbetriebe.. Stadt darf nichts mehr tun „Die Erklärung dafür ist recht einfach: Wir dürfen selbst nichts mehr unternehmen“, erklärt Jörg Feldmann auf Nachfrage. Ohne Zuschüsse sei das Projekt nicht zu finanzieren. Zuschüsse erhalte die Stadt aber nicht, wenn im Umfeld Projekte mit derselben Stoßrichtung bereits laufen. „Das hat uns der Landkreis auf Anfrage mitgeteilt“, ergänzt Feldmann. Wolfgang Baraniak, in der Kreisverwaltung zuständig für den Bereich Breitbandversorgung, bestätigt das. Der Landkreis selbst ist es, der sich durch seine Beteiligung an der Breitband GmbH Nordhessen des Themas angenommen hat. Für dieses Projekt stellt die hessische Wirtschafts- und Investitionsbank Nordhessen ein Darlehn in Höhe von 143 Millionen Euro zur Verfügung. (su)

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