Die urkundliche Ersterwähnung des Ortsnamens 1216

"Udo von Netzze" lässt die Netzer ihr 800-jähriges feiern

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Eine alte Karte zeigt, wo der Hof Steinbach bei Netze einst lag (Bildmitte) Der Hof zahlte ans Kloster Berich den Zehnten, bezeugt unter anderen von "Udo von Netzze" 1216.

Waldeck-Netze. Natürlich ist Netze älter als 800 Jahre, aber die erste Erwähnung in einer Urkunde markiert das Alter eines Ortes.

Selbst unter diesen Umständen könnte Netze aber als rund 900 Jahre alt gelten, erklärt Heimatforscher Karl Kann. Denn in einer Übersicht von Schenkungen der Jahre 1111 bis 1137 an die Mainzer Domkirche taucht das Erbe eines „Herrn Hugo in Netzehe“ auf, wie der Ort damals hieß. Schönheitsfehler: Das genaue Datum fehlt. Darum halten sich die Netzer an einen Vermerk von 1216, dass „der Zehnte“ als Anteil der Einkünfte vom großen Hof Steinbach an das Katharinenkloster Berich abgegeben wurde. Dieser Hof lag einst in der Nachbarschaft von Netze. Der Vermerk findet sich in zwei Briefen, die mit dem Siegel des damaligen Grafen von Waldeck versehen sind. Als Mitzeuge für die Abgabe des Zehnten wird unter anderen in einem der Briefe ein „Udo von Netzze“ aufgeführt.

Mehr in der WLZ vom 25.05.2016

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