Rettungshubschrauber fliegt 61-Jährigen in Klinik

Zwei Schwerverletzte bei Fahrradunfall

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Ein schwerverletzter Korbacher wird mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.

Waldeck-Höringhausen. Beim Frontalzusammenstoß eines E-Bikes mit einem Rennrad auf dem Bahnradweg bei Hof Heide sind am Sonntag die beiden Beteiligten schwer verletzt worden. Ein 61-jähriger Korbacher wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Kassel geflogen. Für die Landung der Maschine auf dem Sportplatz musste das dort gerade laufende Fußballspiel unterbrochen werden.

Der 61-Jährige befuhr nach Angaben der Korbacher Polizei am Sonntagmittag gegen 13.10 Uhr die zum Geh- und Radweg umgebaute ehemalige Bahntrasse mit seinem Rennrad von Sachsenhausen kommend in Richtung Höringhausen. Ihm entgegen kam ein Ehepaar aus Wolfhagen, das mit E-Bikes in Richtung Waldeck unterwegs war. Der vorausfahrende Ehemann fuhr noch an dem Rennradfahrer vorbei, Augenblicke später stießen die nachfolgende Ehefrau und der entgegenkommende Radsportler frontal zusammen und kamen zu Fall. Beide erlitten schwere Verletzungen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei war die 63 Jahre alte Wolfhagerin offenbar auf der linken Seite des Radwegs gefahren und hatte so den Zusammenstoß mit dem Korbacher verursacht. Obwohl beide Fahrradfahrer mit mäßiger Geschwindigkeit unterwegs waren, brach beim Rennrad der Rahmen durch die Wucht des Aufpralls.

Die Besatzungen zweier Rettungswagen und der Arolser Notarzt rückten zur Unfallstelle aus, die etwa 500 Meter von der Abfahrt zum Ausflugslokal Hof Heide entfernt lag. Während die Wolfhagerin mit einem RTW schwer verletzt ins Krankenhaus nach Bad Arolsen eingeliefert wurde, forderten die Einsatzkräfte für den Rennradfahrer einen Rettungshubschrauber an. Die Crew der Kasseler Maschine Christoph 7 übernahm den Auftrag, der orangefarbene Hubschrauber nahm umgehend Kurs auf Höringhausen.

Weil am Bahnradweg keine geeignete Landemöglichkeit bestand, fuhren die Rettungskräfte mit dem Patienten zum Sportplatz am Ortsrand von Höringhausen. Dort lief gerade die Fußballbegegnung der Spielgemeinschadt Höringhausen/Meineringhausen II gegen den TSV Strothe - kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurde die Partie beim Stand von 2:2 wegen der bevorstehenden Landung des Rettungshubschraubers unterbrochen. Nachdem der Schwerverletzte in den Helikopter umgelagert worden und der Hubschrauber wieder abgeflogen war, setzten die Sportler ihr Spiel fort. Eine solche Unterbrechung sei zwar ungewöhnlich, sorge aber nicht für einen Spielabbruch, hieß es am Spielfeldrand.

Den Schaden am Rennrad bezifferte die Polizei mit rund 1500 Euro, am E-Bike der Wolfhagerin war offenbar kein Schaden entstanden. (112-magazin.de)

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