Flüchtlinge wenden sich nach Messerattacke an die Willinger Bevölkerung

„Entsetzt über schreckliche Tat“

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Auf einem Plakat, das sie Bürgermeister Trachte überreichten, bekunden die Flüchtlinge ihr Entsetzen über die Messerattacke eines Irakers auf einen Syrer. Mit auf dem Bild: Ursula Schreiber (4.v.l.) und Ursula Beste (r.), die Deutschunterricht erteilen.

Willingen. „Wir sind nach Deutschland gekommen auf der Suche nach Sicherheit, Frieden und Liebe.“ Umso entsetzter sind die in der Uplandgemeinde untergebrachten Flüchtlinge über die Messerattacke eines jungen Irakers, bei der in der vergangenen Woche ein Syrer zahlreiche Stichverletzungen davontrug; der 21-Jährige konnte inzwischen  aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Asylbewerber wenden sich mit einem selbst gemalten Plakat, das sie an Bürgermeister Thomas Trachte übergaben, an die Willinger Bevölkerung. Sie betonen, dass es sich um die Tat eines Einzelnen handelt. „Nicht alle Flüchtlinge sind wie der Täter. Wir verurteilen diese Tat und hoffen, dass so etwas nie wieder passiert.“ – „Ich weiß, dass es ein Einzelfall war“, so der Verwaltungschef. Er wies darauf hin, dass sich die Gemeinde bemüht, den Menschen, die ihre Länder und Familien aufgrund einer Notsituation verlassen haben, Sicherheit zu geben und ihnen zu helfen, Wohnungen zu finden und das Leben in Deutschland kennenzulernen. Er verdeutlichte, dass es überall – auch in der deutschen Gesellschaft – Menschen gibt, die sich nicht an die Regeln halten. „Ich laste Ihnen die Tat nicht an“, versicherte er den Flüchtlingen beim Gespräch im Rathaus.

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