Willinger Bemühungen um weniger Windkraft in Tourismusgebieten ohne Erfolg

Windkraft: Willinger finden kein Gehör

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Windräder mitten in der erholsamen Natur befürchten die Willinger Gemeindevertreter.

Willingen (Upland). Die Willinger Gemeindevertreter haben ihre Skepsis zu Windkraft in Tourismusgebieten wie dem Upland bekräftigt – politisch beißen sie aber auf Granit.

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir mit dem Anliegen, dem Tourismus bei der Planung von Windkraftanlagen Gewicht zu verschaffen, nicht gehört werden“, berichtete Willingens Bürgermeister Thomas Trachte den Gemeindevertretern bei ihrer Sitzung am Dienstagabend. Die Gemeinde habe „alle Karten gespielt“, um auf die für den Teilregionalplan Energie Nordhessen zuständige Regionalversammlung in Kassel einzuwirken – ohne Erfolg. 

Trachte hatte gehofft, die Landesregierung würde Landschaftsschutz und touristische Kernzonen im Landesentwicklungsplan berücksichtigen. „Tourismus als Kriterium ist in deren Augen aber nicht zu definieren“, sagte er und widersprach: Die Gemeinde habe vorgeschlagen, touristische Kernzonen anhand der Übernachtungszahlen und der Infrastruktur zu definieren und in solchen Gebieten Windkraft zwar nicht auszuschließen, aber Fremdenverkehr zu berücksichtigen. 

Rechtlich bleibt derweil nur, abzuwarten: Die Gemeindevertretung beschloss, nach Aufstellung des Teilregionalplans das weitere Vorgehen zu beschließen. Die Regionalversammlung tagt am 5. September. Bis dahin schickt die Gemeinde ihren eigenen Teilflächennutzungsplan ohne ausgewiesene Windvorrangzonen in die zweite Offenlegungsphase. Auch bei den Einzelanträgen zu den derzeit sieben geplanten Windrädern wartet das Gremium die Entscheidungen des Regierungspräsidiums ab.

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