Kabarettist tritt vor 650 Gästen auf – Von Schützengesellschaft Usseln eingeladen

Herbert Knebel begeistert in Usseln

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„Im Liegen geht’s“, findet Herbert Knebel – bietet aber dennoch eine dynamische Show.

Willingen-Usseln. Herbert Knebel, Essener Rentner mit losem Mundwerk, hat in Usseln 650 Gäste unterhalten: Mit Geschichten über Marotten, Witzen unterhalb der Gürtellinie und viel Musik.

„Ein Witz ist ein Gradmesser dafür, ob die Chemie stimmt“, sagt Herbert Knebel und gibt ein Negativbeispiel: Bei der von Arzt und Frau verordneten Wassergymnastik kommt der nörgelnde Rentner mit Vorliebe für Sprüche unter der Gürtellinie nicht gut an, die „Arthrosebomben“ im Kurs lachen nicht, er selbst ratzt vor Langeweile auf der Poolnudel ein. 

Ganz anders in der Usselner Schützenhalle: Zwischen Uwe Lykos Kabarettfigur und dem Publikum stimmt die „Chemie“ von Anfang an, mehr als zwei Stunden lang hat er die Lacher auf seiner Seite. Der Kabarettabend der Schützengesellschaft ist ausverkauft: Vorsitzender Ralf Heine begrüßt 650 Gäste, bevor Knebel mit dem neuen Programm „Im Liegen geht’s“ loslegt.

Der Titel verrät es: Es geht um die Leiden eines Rentners, der gelenkbedingt Probleme bekommt, an die Ware im unteren Supermarktregal zu kommen – weshalb der von den Verkäuferinnen als „Steiftier“ bezeichnete Mann diese ganz unschuldig bittet, ihm die „Bückware“ zu holen. Und es geht um seine Frau Guste, die Bekannten des Paares und die Abenteuer, zu denen sie Herbert Knebel treiben, wenn ihre Marotten aufeinanderstoßen.

Entgegen dem Titel liegt Herbert Knebel herzlich wenig auf seinem Sofa: Er gestikuliert wild, tänzelt zur Musik seines Gitarristen Ozzy Ostermann oder greift selbst zum Instrument: „Ich hab zu hohen Bluesdruck“, erklärt er. 

Der vielseitige Ostermann entpuppt sich derweil Attraktion: Wortkarg und stets etwas unbeholfen sitzt er im Hawaiihemd auf der Bühne – und wenn er mal was sagt, kann sich selbst Herbert Knebel ein Lachen kaum verkneifen.

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