Neue Ortsgerichtsschöffin vereidigt

Auf Reuter folgt Walter

Willingen. Nach 48 Jahren im Dienst der Bevölkerung verabschiedet sich Willi Reuter als Ortsgerichtsschöffe des Ortsgerichts Willingen (Upland) II. Im Jahr 1967 wurde er, damals noch von Amtsgerichtsdirektor Dr. Haferkorn, vereidigt. Nun ist aus Altersgründen Schluss.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde er am gestrigen Dienstag von Amtsgerichtsdirektor Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling, Willingens stellvertretendem Bürgermeister Manfred Stremme sowie Ortsgerichtsvorsteher Otto Schober verabschiedet.

„Die Zusammenarbeit war nicht nur sachlich top, sondern auch freundschaftlich und kameradschaftlich“, sagte Schober, der seit 20 Jahren dem Ortsgericht vorsteht. Dazu gehöre auch ein gutes Team versicherte der scheidende Ortsgerichtsschöffe: „Wir haben eitel Sonnenschein und schweres Regenwetter gefunden", sagte der 75-Jährige rückblickend auf seine Amtszeit.

Eine Nachfolgerin ist jedoch bereits gefunden: Stefanie Walter wird den Posten übernehmen. Sie wurde Amtsgerichtsdirektor Kalhöfer-Köchling vereidigt. Dabei war ein Nachfolger für diesen ehrenamtlichen Posten gar nicht so einfach zu finden: „Da stehen keine Reihen von Nachfolgern.“, sagte Stremme, der für die 48-jährige Amtszeit Reuters seine höchste Anerkennung aussprach. Umso erfreulicher war es, dass sich Stefanie Walter dazu bereit erklärte. „Ich wurde angesprochen und habe zugesagt. Das war für mich schon eine Ehre“, sagte sie.

Zukünftig unterstütz sie Ortsgerichtsvorsteher Otto Schober etwa bei Grundstücksschätzungen. „Ich bin sehr neugierig darauf, was auf mich zukommt“. Neben besagten Schätzungen werden unter anderem Sterbefallanzeigen und das Aufstellen von Nachlassinventaren zu den Aufgaben gehören. (ste)

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