Rettungshubschrauber in Willingen im Einsatz

Zwei Menschen bei Autounfall schwer verletzt

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Aus ihrem Golf (r.) musste eine 28-jährige Korbacherin nach einem Unfall in Willingen befreit werden.

Willingen. Mit Rettungshubschraubern sind nach einem schweren Verkehrsunfall bei Willingen am Samstag ein 18 Jahre alter Mann und eine 28-jährige Frau in Kliniken geflogen worden. Zuvor hatten Feuerwehrleute die Korbacherin mit hydraulischem Gerät aus ihrem Fahrzeug befreien müssen.

Die 28-jährige Korbacherin war  gegen 14 Uhr mit ihrem VW Golf von Willingen kommend in Fahrtrichtung Usseln unterwegs. Sie befuhr die Bundesstraße 251 und befand sich kurz hinter dem Viadukt und dem Ortsschild, als ihr ein Taxi entgegen kam. Kurz bevor die beiden Autos auf einer Höhe waren, fuhr das Taxi unvermittelt auf die Gegenspur und stieß dort frontal mit dem Golf der jungen Korbacherin zusammen.

Die Golffahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Ebenfalls schwere Verletzungen zog sich der im Taxi hinten sitzende Fahrgast zu - der 18-Jährige aus einem Waldecker Stadtteil war offenbar nicht angeschnallt und prallte mit dem Gesicht gegen die Kopfstütze des Vordersitzes. Der 45 Jahre alte Taxifahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

Einsatzkräfte der Willinger Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl rückten aus und befreiten die 28-Jährige aus dem Golf mit hydraulischem Gerät. Dazu trennten die Feuerwehrleute die hintere Tür auf der Fahrerseite und den B-Holm heraus. So ließ sich die Patientin möglichst schonend aus dem Fahrzeug heben. Zur medizinischen Versorgung waren die Notärzte aus Korbach und Olsberg sowie drei Rettungswagen im Einsatz.

Für die beiden Schwerverletzten forderten die Ärzte über die Leitstelle zwei Rettungshubschrauber an. Kurs auf Willingen nahmen wenig später die Luftretter der Maschinen Christoph 7 (Kassel) und Christoph 25 (Siegen). Die Piloten landeten jeweils auf einer Wiese neben der Bundesstraße am Abzweig Stryck - an der Unfallstelle selbst war eine Landung wegen der Bäume nicht möglich. Der 18-Jährige wurde in eine Klinik nach Kassel geflogen, die 28-Jährige in ein Krankenhaus nach Siegen. Lebensgefahr besteht bei beiden Patienten laut Polizei nicht. Der 45 Jahre alte mutmaßliche Unfallverursacher kam in ein heimisches Krankenhaus. Zur Unfallursache erklärte die Korbacher Polizei, dem Taxifahrer sei plötzlich schlecht und schwarz vor Augen geworden, so dass er die Kontrolle über den VW Caddy verlor und auf die Gegenspur geriet.

Die Bundesstraße blieb im Abschnitt zwischen der Abfahrt Stryck und dem Viadukt wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten mehr als zwei Stunden voll gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um. Die Brandschützer streuten zudem ausgelaufene Betriebsstoffe ab, sammelten Trümmerteile ein und unterstützten die Bergung der beiden Fahrzeuge. Den Schaden schätzte die Polizei auf rund 30 000 Euro. (112-magazin.de)

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