Aktion setzt Zeichen für weiteren Ausbau der Radwege

Wildunger „Stadtradeln“: 75 000 Kilometer in drei Wochen geschafft

Anja Hölscher und Martin Wimbauer vom Team des Evangelischen Altenhilfezentrums Haus Victorquelle machen mit ihren Pedelecs oder auch E-Bikes mit beim dritten Bad Wildunger Stadtradeln 2020.
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Anja Hölscher und Martin Wimbauer „stadtradeln“ mit. Sie gehören zum Team des Evangelischen Altenhilfezentrums Haus Victorquelle.

In Bad Wildungen hat sich das Radfahren etabliert. Das ist das Fazit der vom weltweit agierenden Klimabündnis angestoßenen Aktion „Stadtradeln“, teilt Robert Hilligus von der Stadtverwaltung mit.

  • Bad Wildungen beteiligt sich zum dritten Mal an der weltweiten Klimabündnis-Aktion „Stadtradeln“
  • 246 Teilnehmer machen mit beim zweiten Wildunger Stadtradeln
  • Damit stärken sie das Ziel, das Wildunger Radwegenetz weiter auszubauen

An den 21 Aktionstagen fuhren 246 Aktive in 20 Teams mehr als 75 000 Radkilometer. Zum vorläufigen Abschluss lud das Organisationsteam in die Straße „Am Bruch“ ein. Dort verwöhnte Familie Steinmetz die Gäste mit Schepperlingen.

Bürgermeister Ralf Gutheil wertete „das überragende Engagement als klares Signal für das Radfahren“ und dafür, in der gesamten Stadt Bad Wildungen die dazu nötige Infrastruktur weiter auszubauen. Die Gegebenheiten sollen für den Radtourismus wie für den Alltagsverkehr auf dem Fahrrad optimiert werden.

Touristischer Radweg für Wildunger Stadtteile geplant

Dass die Stadt agiere, zeigt sich an der angepeilten Studie zur Schaffung eines touristischen Radwegs für mehrere Wildunger Stadtteile: zwischen dem Schneewittchendorf Bergfreiheit, Hundsdorf und Reinhardshausen sowie zwischen Reinhardshausen und Odershausen. Zudem werde momentan ein Nahmobilitätskonzept erstellt, das den alltags Fuß- und Radverkehr untersucht und Handlungsfelder sowie konkrete Projekte aufzeigen soll.

Besonderen Applaus erhielten zwei Aktive: Manuel Luxenburger, der als „Stadtradelstar“ drei Wochen aufs Auto verzichtete und Lehrerin Julia Walker, die Schülerinnen und Schüler der Ense-Schule motivierte, mitzufahren. Magistratsmitglied Petra Diederich dankte alle Aktiven im Namen der Stadtverordneten für ihr Engagement für den Radverkehr. „Schaut man auf alle hessischen Kommunen zwischen 10 000 und 50 000 Einwohnern, liegt Bad Wildungen, bezogen auf die gefahrenen Radkilometer, auf Rang zwei“, sagte sie. Diederich motivierte alle, auf dem Heimweg noch einige Umwege zu fahren mit dem Ziel, Platz 1 in Hessen zu erreichen.

Zwei Wanderpokale sollen zusätzlich motivieren. Die Teams mit den meisten Radkilometern und mit den meisten Radkilometern pro Teammitglied erhalten jeweils einen Pokal. Derzeit haben das Team Odershausen und das E-Team die größten Chancen darauf.

Nach Abrechnung aller Radkilometer werden die Trophäen an die Teamkapitäne überreicht.  -red-

Schon das Stadtradeln 2019 hatte gute Ergebnisse gebracht.

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