"Der Bua is gescheit"

Bruno Jonas kam nur dank Pfarrer aufs Gymnasium

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"Der Bua is gescheit": Das sagte ein katholischer Geistlicher einst zu Bruno Jonas' Eltern - und nur deswegen kam er aufs Gymnasium.

München - Kabarettist Bruno Jonas (61) kam einst nur aufgrund der Fürsprache eines katholischen Geistlichen aufs Gymnasium. Der Pfarrer habe den Eltern gesagt: "Der Bua is gescheit."

Das erzählte Jonas der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Seine besten Fächer seien Musik und Sport gewesen. In der siebten Klasse habe er sogar in Latein eine Eins gehabt. Dennoch sei er in der 9. Klasse durchgefallen. Die Eltern, die eine Metzgerei hatten, hätten sich sogar gefreut und gehofft, dass er nun ins Geschäft einsteige. Für das Abitur reichte es dann doch. Statt G 8 oder G 9 habe er eben das G 10 gemacht, so der Kabarettist.

Der Münchner katholische Pfarrer Rainer Maria Schießler berichtete dem Blatt, dass er nie sein Zwischenzeugnis aus der sechsten Klasse vergessen werden. Damals habe er eine Vier in Latein gehabt, aber in allen anderen Fächern seien es eine Eins oder Zwei gewesen. Bei der für ihn schlechten Note habe es sich um einen Ausrutscher gehandelt. „In einer Klassenarbeit hatte ich eine Sechs bekommen, weil ich nach einem Skiunfall mental nicht in der Lage war zu lernen“, erinnerte sich der 54-Jährige. Dieses Zeugnis sei sein Tiefpunkt gewesen. Danach sei er besser geworden, „vor allem im Studium“.

Mit Einser, Zweiern und zwischendurch mal einem Dreier in Mathematik kann die evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler aufwarten. „Ich habe ein mieses räumliches Vorstellungsvermögen“, sagte sie der Zeitung. Geometrie sei ihre Schwachstelle gewesen. Eine Drei habe sie auch mal in Handarbeiten kassiert: „Weil die Lehrerinnen mich im zarten Alter von 13 Jahren mit dem 'Tunesischen Häkelstich' für Babyjäckchen geplagt haben.“

KNA

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