Gefallener Star

Zweifelhafte Ehre: Michael Wendler erhält irren Preis für Telegram-Kanal

Nach dem Verbreiten von kruden Corona-Verschwörungstheorien befindet sich die Karriere von Michael Wendler im Sinkflug. Jetzt bekam er eine ganz besondere Auszeichnung.

Cape Coral/Florida – Im Leben des gefallenen Schlagersängers Michael Wendler (49) ist derzeit einiges los: kein Job, Haus-Verkauf und zuletzt wurde er sogar angeblich um seinen Hochzeitssong bestohlen. Und nun folgt schon der nächste Hammer! In Deutschland wurde der Wendler wegen seiner Ansichten zur Corona-Pandemie* jetzt mit einem Preis ausgezeichnet. Doch der ist gar nicht so feierlich, wie man denken würde, berichtet RUHR24*.

SchlagersängerMichael Wendler
Geboren22. Juni 1972 (Alter 49 Jahre), Dinslaken
Ehepartnerin Laura Müller (verh. 2020)

Negativ-Preis für Verschwörungstheorien wird in Berlin vergeben – Michael Wendler darf sich „freuen“

Während sich andere deutsche Promis über Comedypreis, den deutschen Fernsehpreis oder den Bambi freuen können, muss sich Michael Wendler dieser Tage mit einer ganzen besonderen Auszeichnung anfreunden: „Der goldene Aluhut“. Aber was steckt dahinter?

Bei dem „goldenen Aluhut“ handelt es sich um eine Auszeichnung der Berliner Initiative mit demselben Namen. Der Negativ-Preis wird seit sechs Jahren an Leute vergeben, die in Deutschland Verschwörungstheorien oder Fake News verbreitet haben.

„Goldener Aluhut“ wird seit 2015 jährlich vergeben – Michael Wendler zum ersten Mal unter den Gewinnern

Wie die Initiative in der Nacht zu Montag (11. Oktober) mitteilte, werden 2021 unter anderem der Sänger Michael Wendler, die Partei Die Basis und der Blogger Boris Reitschuster (50) ausgezeichnet. Bis Sonntag (10. Oktober) konnte man für seinen Favoriten beim Publikumsvoting abstimmen (mehr News zu Promis und TV* bei RUHR24 lesen).

„Der goldene Aluhut“ existiert als gemeinnützige Initiative seit 2015. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verschwörungstheorien und Fake News in Deutschland mit Humor und Aufklärung zu bekämpfen. „Zwischen Impfkampagne, Klimakrise, Bundestagswahl und einer immer noch andauernden Pandemie erstarken nicht nur rechte Ideologien, Desinformationen und Verschwörungserzählungen, sondern sie bringen auch eine ernstzunehmende Gefahr für unsere demokratische Gesellschaft mit sich“, teilt die Initiative bei der Bekanntgabe der diesjährigen Gewinner auf ihrer Website mit.

Ob sich Michael Wendler über die neue Auszeichnung freuen wird und Frau Laura Müller davon berichtet?

Michael Wendler wird „Verschwörungstheoretiker des Jahres“ wegen Telegram-Kanal

In der Kategorie „Verschwörungstheorien allgemein“ gewann Schlagersänger Michael Wendler für „das Propagieren von Verschwörungserzählungen und das unreflektierte Teilen von Reichsbürgerideologien auf seinem Telegram-Kanal“, heißt es vonseiten der Organisation in Berlin. Der einstige Schlagersänger verbreitete seine fragwürdigen Ansichten zu den Corona-Regeln und Impfungen* immer wieder auf der Social-Media-Plattform.

In der Kategorie „Politik“ wurde die Basisdemokratische Partei Deutschland (Die Basis) „für ihr Programm mit Inhalten der Querdenken-Bewegung und Nähe zu verfassungsfeindlichen Gruppierungen“ ausgezeichnet. Weitere Gewinner sind Boris Reitschuster und Dr. Bodo Schiffmann (53).

Corona-Verschwörungstheoretiker Xavier Naidoo unter den Preisträgern der vergangenen Jahre

Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderem der Sänger Xavier Naidoo (50) und das „Compact“-Magazin. Naidoo verbreitete wie Michael Wendler während der Corona-Pandemie immer wieder wilde Verschwörungstheorien* und wurde dafür zuletzt von DSDS-Siegerin Beatrice Egli (33/„Mein Herz“) kritisiert.

Die Verleihung des goldenen Aluhuts 2021 wird am 30. Oktober in Berlin-Neukölln vergeben. Preisträger, die ihre Awards nicht persönlich entgegennehmen, werden nach der Show von den Veranstaltern zugunsten der Stiftung versteigert.

Michael Wendler könnte „goldenen Aluhut“ aus verschiedenen Gründen nicht persönlich annehmen

Gut möglich, dass Michael Wendler nicht zur Verleihung kommen wird: Der Wahl-Amerikaner würde für seine Rückreise in die USA eine Corona-Impfung benötigten. Andernfalls dürfte er nicht mehr in die Staaten einreisen. Geimpft ist der bekennende Pandemie-Gegner aber nicht. Die Impfung bezeichnete er als „Giftspritze“. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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