Kerner-Begleiter prügelt sich

Opernball: Polizei ermittelt nach Faustschlag

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Einiges geboten war beim Wiener Opernball: Kim Kardashian flüchtete nach zwei Stunden ins Hotel, ein Begleiter von Johannes B. Kerner prügelte sich.

Wien - Chaos beim Opernball: Kim Kardashian flüchtet nach zwei Stunden. "Miss World 2011" verpasst ihr Flugzeug - Oliver Pocher springt ein. Kerner-Begleiter ist in Schlägerei verwickelt. 

„Alles Walzer“ - nicht für Kim Kardashian. Den Aufruf zum allgemeinen Tanz auf dem Wiener Opernball hat das 33-jährige It-Girl am späten Donnerstagabend tatenlos verstreichen lassen: Keine Chance für den Unternehmer Richard Lugner, seinen Stargast zum Dreiviertel-Takt zu bitten. Schon nach knapp zwei Stunden nutzte Kardashian die Möglichkeit zur fast unbemerkten Flucht aus dem Opernhaus.

„Sie liegt schon im Bett“, sagte ihr 81-jähriger Gastgeber vor seiner Loge. Und: „Ich bin erleichtert“, bekannte er. Denn mit ihren Wünschen und Launen hatte sie Lugner fast alle Nerven gekostet. Nach der Erleichterung kam offensichtlich die Wut. Am Tag nach dem Ball schimpfte Lugner über Kardashian: „Ich werde sicher die Flugkosten, die noch offen sind, nicht zahlen." Kim Kardashian habe ihren Vertrag in mehrfacher Hinsicht nicht erfüllt.

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Auch Lugners zweiter Stargast hatte sich als eher unzuverlässig entpuppt. „Miss World 2011“, Ivian Sarcos, hatte ihr Flugzeug in Paris verpasst und sagte ab. Dafür wurde kurzerhand ein Spaßvogel eingeladen.

Oliver Pocher fand sich als Ersatz für die einst schönste Frau der Welt in Lugners Loge. „Ich bin ehrlich gesagt erst vor drei Stunden angerufen worden. Dann hieß es, die Miss World ist nicht da, aber Du wärst optisch genau der passende Ersatz. (.) Und auf einmal sitz' ich mit Kim Kardashian hier!“, sagte Pocher im ORF.

Wenig Spaß hatte dagegen TV-Kollege Johannes B. Kerner. Ein offenkundig betrunkener Ballgast hatte den Moderator angepöbelt, als Kerner die Loge von Lugner verließ. „Wer hat ihr Ticket bezahlt? Erklären Sie sich! Sie sind der neue Wulff!“, warf der Mann, ein deutscher Staatsbürger, dem Moderator nach Angaben der Nachrichtenagentur APA an den Kopf.

Kerner versuchte den Mann zu beruhigen, der warf aber ein Sektglas nach ihm. Daraufhin schlug ein Begleiters Kerners den Mann mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn erheblich am Kinn.

Laut meedia ist der Kerner-Begleiter einer der bekanntesten Werber Deutschlands.

Kerner selber war an der tätlichen Auseinandersetzung nicht beteiligt. Am Freitag-Nachmittag wurde bekannt, dass die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen hat.

Für die Ermittlungen würden „alle Zeugen, die uns zur Verfügung stehen“ befragt sowie das vorhandene Bild- und Filmmaterial ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher.

Bild-Journalistin Dora Varro twitterte ein Bild von dem verletzten Ballgast.

Auf Youtube wurde am Nachmittag ein Video veröffentlicht, das den Vorfall zeigt.

Von Kerner war am Freitag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Staatsoper war betrübt. „Wir finden den Vorfall äußerst bedauerlich“, sagte Sprecher André Comploi. Das Haus wolle nun zunächst das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen abwarten. 

Kardashian lässt Ballkleid-Anprobe platzen

Kim Kardashian wiederum hatte schon den ganzen Tag die Geduld ihres Gastgebers strapaziert. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz rang sie sich kaum ein Lächeln ab, einen Auftritt bei der Autogrammstunde brach sie früh ab, einen Fototermin zur Ballkleid-Anprobe ließ sie laut Lugner platzen, weil sie lieber ihr Baby North füttern wollte.

Immerhin war sie beim TV-Interview am Rande des Opernballs wieder ganz Medien-Profi: „Es ist das Prächtigste, das ich je gesehen habe. Es ist so viel größer und großartiger als ich es mir vorgestellt habe“, sagte Kardashian im ORF. Sie habe ihrer Mutter einen Streich gespielt, und ihr Kleid mit Sicherheitsnadeln enger gemacht. Die 58-jährige Kris Jenner sollte glauben, der Apfelstrudel-Konsum habe sich auf die Hüften geschlagen.

Die mehr als 5000 Gäste auf dem Opernball kümmerte der Rummel um Kardashian wenig. Die Hauptsache neben dem Tanz schien der Schaulauf in den prächtigen Roben und dem oft ordengeschmückten Frack. Wobei der enge Frack für die Herren nicht jedermanns Sache ist. DJ Ötzi bekannte am Rande des Parketts: „Es ist schwierig, in so was reinzukommen.“

dpa

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