Wetter

100.000 Euro für Zusammenarbeit von Kommunen

- Wetter (gs). Erstmals wurde in Deutschland die ortsübergreifende Jugendpflege von Gemeinden gefördert. Die vier Nordkreis-Kommunen arbeiten dabei stärker zusammen als bisher.

Thorsten Hardt, Leiter des Referats Interkommunale Zusammenarbeit beim Hessischen Innenministeriums, hat den Bewilligungsbescheid übergeben.

Damit soll die erfolgreich angelaufene gemeinsame Jugendarbeit der vier Nordkreis-Kommunen Wetter, Cölbe, Münchhausen und Lahntal gefördert werden. Hardt: „Unser Förderprogramm Interkommunale Zusammenarbeit ist in seiner Form einzigartig in Deutschland. Und diese Förderung ist die erste Förderung einer gemeinsamen Jugendpflege.“

Die Bürgermeister der vier Kommunen, Kai-Uwe Spanka, Volker Carle, Peter Funk und Manfred Apell, freuten sich sehr über die Förderung. Die Jugendpfleger Angela Weber (Lahntal), Rüdiger Gnittka (Wetter und Leiter der Jugendpflege Nordkreis), Sebastian Nolte (neu und vornehmlich für Münchhausen zuständig) sowie Janine Uhlenbrock, die als Sozialarbeiterin an der Wollenbergschule in Wetter tätig ist, begrüßen es, zusammenarbeiten zu können.

Die Jugendpflege der Gemeinde Cölbe, die traditionell nach Marburg ausgerichtet ist, will sich auch im Nordkreis einbringen und bei gemeinsamen Angeboten mitmachen. Cölbes Bürgermeister Volker Carle weiß angesichts des demografischen Wandels um die Wichtigkeit dieser Kontakte: „Wenn wir nicht zusammenarbeiten, haben wir keine Chance.“ Er sei sehr froh darüber, dass sich die vier Bürgermeister als Team gefunden haben.

In der Vergangenheit haben sich immer wieder Parlamentarier aus verschiedenen Kommunen, aber hauptsächlich aus Wetter, von der Schnelligkeit überrumpelt gefühlt. Manfred Apell wies darauf hin, dass es ohne die Gemeindegremien nicht gehe. „Wir müssen mehr das Bewusstsein dafür schaffen, was interkommunale Zusammenarbeit bedeutet.“

In diesem Zusammenhang machte er aber auch deutlich, dass man schließlich schon auf vielen Gebieten gut und erfolgreich zusammenarbeite, zum Beispiel in den Zweckverbänden für Wasser und Abwasser oder beim gemeinsamen Bauhof mit der Stadt Wetter. Peter Funk sieht auch seine Gemeinde Münchhausen als Gewinner der Zusammenarbeit: „Wir haben es bei der Jugendarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern versucht, das war einfach zu wenig. Eine eigene Jugendpflege zu unterhalten, wäre hingegen zu viel gewesen. Jetzt verfügen wir über eine halbe Stelle und das gesamte Know-how der Nordkreis-Jugendpflege. Wir haben die richtige Lösung gefunden.“

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