Renaturierung soll Wasserqualität verbessern – Informationen für Anlieger folgen

120 000 Euro für die Lengel

FRankenau. Die Renaturierung der Lengel zur Verbesserung der Wasserqualität ist bereits seit mehr als zehn Jahren Thema in Frankenau – jetzt wurde eine weitere Hürde genommen und das Projekt des Abwasserverbandes Lengeltal mit einem Gesamtvolumen von 1,06 Millionen Euro kann vorangetrieben werden. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke überreichte im Frankenauer Rathaus einen Bewilligungsbescheid über 120 000 Euro an den Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf.

Mit diesem Geld könne die vorgesehene Förderung von 15 Prozent durch den Landkreis gesichert werden und das Projekt bleibe für die beteiligten Kommunen Frankenau und Frankenberg ein „Nullsummen-Spiel“, erläuterte der Frankenauer Bürgermeister Björn Brede, der zugleich Verbandsvorsitzender des Abwasserverbandes Lengeltal ist. Das Umweltministerium trage 850 000 Euro und die Untere Naturschutzbehörde weitere 36 000 Euro. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Brede einen Bewilligungsbescheid über 68 000 Euro für die Renaturierung der Lengel entgegengenommen.

„Wir werden in die Ortschaften gehen und das Projekt dort vorstellen.“

Bürgermeister Brede

„Die erste Phase die jetzt ansteht, ist die Wiederherstellung der Durchlässigkeit des Gewässers“, teilte der Chef der Oberen Naturschutzbehörde Werner Lipardt mit. Danach werde sich ein Flurbereinigungsverfahren anschließen. Insgesamt sei ein Zeitrahmen bis 2025 geplant.

„Es ist wichtig, dass wir die Bevölkerung rechtzeitig einbinden“, sagte der Chef der Unteren Wasserbehörde, Ralf Enderlein. Um dem Gewässer Platz zu verschaffen, brauche man Fläche. Auch Bürgermeister Brede kündigte weitere Informationen an: „Wir werden in die Ortschaften gehen und das Projekt dort vorstellen.“ Betroffen sei ein zehn Kilometer langer Bereich, der sich von Haubern bis zur Eder erstrecke.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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