Bei starkem Schneefall

Spektakuläre Verfolgungsjagd: 16-Jähriger flüchtet mit 120 km/h vor der Polizei

Waldeck-Frankenberg: Die Polizei verfolgte einen 16-jährigen Autofahrer, der zum Teil mit 120 km/h unterwegs war. (Symbolfoto)
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Waldeck-Frankenberg: Die Polizei verfolgte einen 16-jährigen Autofahrer, der zum Teil mit 120 km/h unterwegs war. (Symbolfoto)

Im Kreis Waldeck-Frankenberg liefert sich ein 16-jähriger Autofahrer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Nach einem Unfall ging es zu Fuß weiter.

Frankenberg – Ein 16-Jähriger hat sich mit einem Opel Corsa eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Unter anderem fuhr er mit 120 km/h durch den Frankenberger Stadtteil Röddenau. Der Jugendliche konnte schließlich festgenommen werden.

Eine aufmerksame Verkehrsteilnehmerin hatte der Polizei Frankenberg am Dienstag gegen 16.30 Uhr mitgeteilt, dass sie ein Fahrzeug mit schlecht lesbarem Kennzeichen und ohne Plakette auf der Bundesstraße 253 Höhe Laisa in Richtung Frankenberg gesehen habe. Eine Streife der Polizeistation Frankenberg machte sich sofort auf den Weg und stellte sich an der Bundesstraße auf, um das Fahrzeug anzuhalten.

Verfolgungsjagd in Waldeck-Frankenberg: Fahrer missachtet Anhaltesignal der Polizei

Kurze Zeit später passierte ein Opel Corsa mit dem durch die Verkehrsteilnehmerin genannten Kennzeichen den Streifenwagen. Die Polizisten setzten sich hinter das verdächtige Fahrzeug und folgten diesem auf der Bundesstraße. Der Pkw beschleunigte. Vermutlich wollte der Fahrer einen größeren Abstand zum Streifenwagen bekommen.

Bei der Auffahrt nach Röddenau verließ der Pkw laut Polizei die Bundesstraße und befuhr anschließend die Battenberger Straße in Richtung Röddenau. Der Fahrer missachtete das Anhaltesignal der Polizei und beschleunigte auf etwa 120 Kilometer pro Stunde, hieß es.

Waldeck-Frankenberg: 120 km/h trotz starkem Schneefall - Fahrer flüchtet nach Unfall vor Polizei

Mit dieser Geschwindigkeit fuhr der Pkw trotz starkem Schneefalls in die Ortslage Röddenau ein. Die Polizeibeamten schalteten Blaulicht und Martinshorn dazu, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, hielten aber Abstand zum flüchtigen Pkw, um den Fahrer nicht zu riskanten Fährmanövern zu provozieren. In der Ortslage führte die Verfolgungsfahrt über die Mühlenstraße, Am Niederfeld und wieder auf die Frankenberger Straße zurück. Hier bog der Pkw nach rechts auf die Landesstraße in Richtung Kreisel ab. Auf diesem Streckenabschnitt überholte der Pkw-Fahrer mehrere Fahrzeuge in verkehrsgefährdender Weise, weswegen es beinahe zu einem Zusammenstoß im Gegenverkehr gekommen wäre.

Beim Gegenlenken verlor der Fahrer die Kontrolle über den Pkw, kam von der Fahrbahn ab, setzte im Straßengraben auf und landete auf etwa zehn Meter entfernten Heuballen. Direkt nach der Landung öffnete sich die Fahrertür und eine männliche Person flüchtete in Richtung Röddenau. Die Polizeibeamten hörten Hilferufe aus dem verunglückten Auto und stellten fest, dass noch zwei jugendliche Mädchen in dem Auto saßen. Diese standen unter Schock, waren aber unverletzt.

16-jähriger Fahrer ist aus Waldeck-Frankenberg - Polizei schätzt Sachschaden auf 1000 Euro

Nach kurzer Verfolgung wurde der Pkw-Fahrer durch die Polizeibeamten festgenommen. Es handelte sich um einen 16-jährigen Frankenberger, der sich nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte verantworten muss. Da bei der Durchsuchung des Pkw Betäubungsmittel entdeckt wurden, muss der Jugendliche auch mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen. Die Ermittlungen zur Herkunft des Pkw und der Kennzeichen laufen noch. Es entstand Sachschaden in Höhe von 1000 Euro. (Klaus Jungheim)

Kurios: Ebenfalls durch Röddenau (Kreis Waldeck-Frankenberg) lieferte sich ein 20-Jähriger eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Zudem flüchteten in Kassel zwei Teenager in einem Pkw von der Polizei.

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