DRK Kreisverband

167000 Euro für moderne EKG-Geräte

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Rettungsdienstleiter Christian Neuhaus (links), sein Stellvertreter Jens Köster (rechts) und Rettungsassistent André Theiß zeigen eines der neuen EKG-Geräte.Foto: Mark Adel

Frankenberg - Der DRK-Kreisverband hat 167000 Euro in den Kauf neuer EKG/Defibrillator-Geräte investiert. Es sei "nicht das günstigste, aber das beste Modell", sagt Rettungsdienstleiter Christian Neuhaus.

Die neuen Geräte vom Typ „Corpuls C3“ lösen alte EKGs aus dem Jahr 2004 ab. Ein Vorteil: Herzinfarkte konnte bislang nur der Notarzt erkennen, der ein besonders leistungsstarkes EKG-Gerät mit sogenannter „Herz-12-Kanal-Diagnostik“ in seinem Fahrzeug mitführte. Die Anforderungen hätten sich aber geändert, sagt Rettungsdienstleiter Christian Neuhaus: „Das muss heute auch ein Rettungsassistent können.“

Er und seine Kollegen haben im vergangenen Jahr drei verschiedene Modelle getestet und sich für den „Corpuls C3“ entschieden. Größter Vorteil laut Neuhaus: Das Gerät lässt sich in Monitor, Patientenbox und Defibrillator teilen. Dadurch lasse sich ein Patient auch überwachen, wenn er beispielsweise nach einem Unfall eingeklemmt im Auto liege. Durch die Patientenbox gebe es außerdem keine „Kabelfallen“ mehr.

Direkt verbunden sind die EKGs mit dem seit 2009 verwendeten digitalen Notfallprotokoll – einer Art Tablet-PC, mit der ein Notarzt den Einsatz und die Behandlung dokumentiert. Insgesamt hat der Kreisverband acht Geräte gekauft.

Noch leistungsfähiger ist die Ausführung für das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF): Damit kann der Arzt durch eine Kohlenmonoxid-Messung Vergiftungen ermitteln. „Es ist das bislang einzige Gerät im Kreis mit dieser Funktion“, sagt Kreisgeschäftsführer Christian Peter. „Mit den neuen Geräten wurde ein erhöhter Standard für den Rettungsdienst geschaffen“, ergänzt Neuhaus. Die Rettungsassistenten wurden im Rahmen der jährlichen Fortbildung geschult. Alle Geräte haben auch eine kontinuierliche Blutdrucküberwachung, was die Versorgung während der Fahrt deutlich erleichtere, sagt Neuhaus.

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