Andrang auf Annahmestellen blieb aber aus

18-Millionen-Lotto-Gewinn „das Thema Nummer eins“

Symbolbild: Ein Spieler füllt einen Lottoschein aus.
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Symbolbild: Ein Spieler füllt einen Lottoschein aus.

Der Gewinn von 18 Millionen Euro im Lotto durch einen Tipper aus Waldeck-Frankenberg hat auch nach der Ziehung von Mittwochabend noch für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

Waldeck-Frankenberg – Ein Lotto-Spieler aus Waldeck-Frankenberg hat, wie berichtet, am Mittwoch (6.10.2021) den Jackpot von 18,4 Millionen Euro bei 6 aus 49 geknackt. Hat diese Nachricht für einen Ansturm auf die Lotto-Annahmestellen am Donnerstag und Freitag gesorgt? Nein, sagt, Katharina Wagner von der Lotto-Annahmestelle im Illerhaus in der Frankenberger Fußgängerzone.

Katharina Wagner, die Frau des Geschäftsinhabers Hagen Wagner, stellte nach Mittwoch in ihrem Tabakstübchen keinen erhöhten Ansturm auf die Lottoscheine fest. Im Gegenteil: Grundsätzlich gehe der Andrang nach der Leerung eines solch hohen Jackpots tendenziell eher zurück, erklärt sie. Die Zahl der ausgefüllten Lottoscheine nehme zu, je mehr sich der Jackpot fülle.

Lotto-Annahmestelle im Illerhaus in Frankenberg: (von rechts) Katharina Wagner mit ihrer Mitarbeiterin Sandra Liedloff.

Die Vermutung, dass mehr Menschen spielen, wenn sie lesen oder hören, dass ein Tipper mehrere Millionen Euro gewonnen hat, trifft also nicht zu. Grundsätzlich seien die Haupttage fürs Lottospielen aber sowieso eher der Freitag und der Samstag, sagt Katharina Wagner, während es vor dem Mittwochslotto vergleichsweise ruhig bleibe.

Überwiegend Stammkundschaft

Auch im Schreib- und Leseeck in Battenberg sei am Donnerstag und Freitag nicht mehr los gewesen als üblich, berichtet Inhaber Johann Wagner am Freitagnachmittag auf Nachfrage. „Ich habe sowieso überwiegend Stammkundschaft“, sagt er. Aber natürlich hätten ihn ein paar Kunden auf den Millionen-Gewinner aus Waldeck-Frankenberg angesprochen. „Aber man weiß ja auch gar nicht, wo der Bursche herkommt“, sagt Wagner. „Ich war es jedenfalls nicht – und Sie offenbar auch nicht, sonst würden Sie mich nicht anrufen“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

„Der Gewinn des Jackpots ist natürlich das Gesprächsthema Nummer eins“, berichtet auch Katharina Wagner. Woher im Landkreis der Glückliche kommt, wisse sie natürlich auch nicht. Der Gewinner hatte online gespielt und als einziger in ganz Deutschland die 3, 8, 10, 27, 29, 40 und die Superzahl 2 richtig getippt.

Ein solch hoher Gewinn werde grundsätzlich sowieso über die Zentrale der Lotto Hessen GmbH in Wiesbaden abgewickelt, sagt Katharina Wagner. In den Lotto-Annahmestellen dürften nur Gewinne bis zu 8000 Euro selbst ausgezahlt werden. Auch in ihrem Tabakstübchen hätten schon Kunden vierstellige Beträge gewonnen. Wagner betont, dass sie sich mit jedem Gewinner freue, auch wenn es sich lediglich um einen Gewinn der niedrigsten Gewinnklasse handelt – und nicht um 18.4 Millionen Euro.

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