19-Jähriger drohte, VW Golf anzuzünden - Rangelei endet vor Gericht

Frankenberg. Weil ein 19-Jähriger den VW Golf des Bekannten seiner Schwester anzünden wollte, kam es zu einer Rangelei zwischen drei jungen Männern. Die endete nun vor dem Frankenberger Amtsgericht.

Wegen gefährlicher Körperverletzung hat das Gericht am Montag einen 20 Jahre alten Mann freigesprochen. Bei dem zweiten Angeklagten, dem 22 Jahre alten Autobesitzer, wurde das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt. Er muss 600 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Die beiden Männer aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg sollen im Oktober 2010 den 19-Jährigen mit mehreren Faustschlägen gegen den Kopf verletzt haben. Die Schläge sollen so heftig gewesen sein, dass das Opfer im Krankenhaus für ein paar Tage behandelt werden musste.

Zu dem Streit war es gekommen, da sich der 19-Jährige in seinem Haus von den zwei Angeklagten gestört fühlte, die zu Gast bei seiner Schwester waren. „Es war nach Mitternacht und ich wollte schlafen“, erzählte das Opfer Richterin Andrea Hülshorst.

Wodkaflasche und Feuerzeug

Aber die Gäste gingen nicht, und so nahm das Opfer eine Wodkaflasche und ein Feuerzeug und drohte, den Golf des 22-jährigen Angeklagten anzuzünden, wenn er nicht mit seinem Freund gehe. „Er hatte tatsächlich vor, meinen Wagen anzuzünden“, rief der Angeklagte während der Verhandlung aufgebracht.

Als der 19-Jährige versuchen wollte, das Auto anzuzünden, soll der Besitzer zu ihm gegangen und ihn von dem Wagen weggeschubst haben. „Dabei hob er die Wodkaflasche. Ich wusste nicht, ob er damit zuschlagen will oder nicht. Und aus Reflex habe ich ihm eine gegeben“, schilderte der 22-Jährige.

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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