19-Jähriger schlug seine schwangere Freundin - Urteil: Arbeitsstunden und Therapie

Frankenberger Land. Unter Alkoholeinfluss verlor er mehrmals die Kontrolle, schlug seine Freundin und bedrohte Polizisten: Am Montag ist ein 19-Jähriger aus dem Landkreis vor dem Amtsgericht Frankenberg zu 60 Arbeitsstunden und einer dreimonatigen Alkohol- und Aggressionstherapie verurteilt worden.

In der mehrstündigen Sitzung hatten mehrere Zeugen zwei zurückliegende Gewaltexzesse des jungen Mannes beschrieben, an die er sich laut eigener Aussage nur noch zum Teil erinnern kann.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Arbeitslose im Juni 2013 einen Streit mit seiner schwangeren Lebensgefährtin begonnen hatte, in dessen Verlauf er sie auf die Schläfe geschlagen, gewürgt und mit einem Messer bedroht haben soll.

„Ich kann mich nur daran erinnern, dass mir ein Polizist Pfefferspray ins Gesicht sprühte“, sagte der Angeklagte vor Gericht. Der betreffende Beamte sagte aus, dass der Beschuldigte beim Eintreffen der Polizisten sofort auf sie zugekommen sei und „die Augen auf Angriff gestellt“ waren.

Die Beamten hätten Mühe gehabt, den 19-Jährigen zu überwältigen, da er „außer Rand und Band gewesen sei“. Beim Abführen durch die Beamten habe der 19-Jährige diese aufs Gröbste beleidigt und versucht, sie mit Kopfstößen zu treffen, so ein Polizist.

Außerdem habe der 19-Jährige gerufen, er wolle die Polizisten und die Familie seiner Freundin abstechen. Es wurde ein Blutalkoholwert von mehr als zwei Promille festgestellt.

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Von Jan Schumann

Quelle: HNA

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