24-Jähriger soll versucht haben, 12-Jähriger unter Rock zu fassen

Frankenberg. Ein heute 24-Jähriger soll im August 2009 ein damals 12-jähriges Mädchen an Rücken, Hintern und an den Innenseiten der Schenkel berührt und sie zu küssen versucht haben.

Das behauptet das Mädchen. Der junge Mann und seine 19-jährige Freundin - die Cousine des Mädchens - bestreiten dies. Weil am Donnerstag vor dem Frankenberger Amtsgericht Aussage gegen Aussage stand, soll ein Gutachter die Glaubwürdigkeit der Beteiligten prüfen.

Das heute 14-jährige Mädchen hatte sich mit ihrer Cousine und deren Freund auf einem Parkplatz im Frankenberger Land getroffen. Sie sagte aus, er habe ihr vorher im Internet geschrieben und um Fotos von ihr in Unterwäsche gebeten. Und er habe gefragt, ob er einen Begrüßungskuss bekomme. Sie habe dem Kuss zugestimmt, es aber bereut und deshalb Bauchschmerzen vorgetäuscht. „Ich wollte nicht mehr hingehen. Ich war schockiert, dass er sowas von mir verlangte, er war doch mit meiner Cousine zusammen.“ Der Angeklagte habe gewusst, wie alt sie ungefähr ist.

Auf dem Parkplatz habe sie ihm den Begrüßungskuss gegeben, nachdem ihre Cousine zugestimmt habe. Als er danach versucht habe, sie weiter zu küssen, habe sie den Kopf zur Seite gedreht. „Zuhause habe ich mir den Mund mit Seife ausgewaschen, weil ich so angewidert war.“

Als die drei im Auto des jungen Mannes saßen, habe er sie an Hintern, Bein und Oberschenkel berührt und versucht, ihr unter den Rock zu fassen. „Ich habe geweint und gesagt, dass ich das alles nicht will.“ Später habe er beide nach Hause gefahren. Die Cousine habe ihr am nächsten Tag erzählt, dass er sogar noch weiter gehen wollte, dass er mit der 12-Jährigen schlafen wollte. „Ich war schockiert, dass sie das wusste und mich trotzdem mitgenommen hat.“

Die Cousine bestätigte, dass sich die Drei damals auf dem Parkplatz getroffen hatten. Ihr Freund habe die 12-Jährige aber nicht berührt, auch den Begrüßungskuss und die Frage nach Fotos in Unterwäsche habe es nicht gegeben. „Wenn ich davon gewusst hätte, hätte ich das nicht zugelassen“, sagte die 19-Jährige. Der Verteidiger sprach schließlich sogar von einem Komplott der Familie gegen den Angeklagten.

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Quelle: HNA

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