30-Jähriger steht wegen Körperverletzung vor Gericht

Frankenberger Land. Ganz so martialisch, wie sich die Anklageschrift liest, war es vermutlich nicht: Wegen gefährlicher Körperverletzung musste sich am Donnerstag ein 30 Jahre alter Hochbau-Techniker vor Gericht verantworten.

Er soll den Schwager seiner Lebensgefährtin am 17. Juni dieses Jahres mit einem Weidepfosten ins Gesicht geschlagen haben.

Mit Blick auf die Folgen lagen die Darstellungen des Angeklagten und des Opfers weit auseinander. Der Geschädigte blieb dabei: „Wie ein Stromschlag“ habe ihn ein absichtlich geführter Hieb mit einem Zaunpfosten ins Gesicht getroffen. Er habe eine Platzwunde an der Oberlippe, Hämatome und beidseitiges Nasenbluten davon getragen. Auch Spätfolgen seien vorhanden: „Ich werde nachts wach davon.“ Der Angeklagte hingegen räumte ein, dem 57-jährigen Verwaltungsbeamten „einen Schlag mit der Hand“ verpasst zu haben, als dieser beim Umladen von Kunststoff-Weidezaunpfählen von einem Auto ins andere offenbar nicht aufgepasst habe. Einige dieser etwa 140 Zentimeter langen Pfosten waren dem Geschädigten aus der Hand gerutscht und gegen einen Kotflügel eines geparkten Autos geprallt.

Die Stimmung war wohl ziemlich aufgeladen. „Das hat sich so hoch geschaukelt“, sagte der Angeklagte. Allerdings habe er keinen Zaunpfosten für den Schlag benutzt. Die Folgen seien auch nicht gravierend gewesen: Der andere Mann habe „nicht aus der Nase geblutet. Auch die Brille hatte er noch auf.“ (off)

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Quelle: HNA

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