Waldbegang der Gemeinde Allendorf: Forstamt schätzt die Situation auf dem Holzmarkt noch als gut ein

3600 Douglasien neu gepflanzt

Großes Interesse am Waldbegang: Davon zeugte die große Teilnehmerzahl in Allendorf. Ganz links Parlamentschef Norbert Bötzel, Dritter von links Bürgermeister Claus Junghenn. Fotos: Dudek

Allendorf-Eder. Der Waldbegang des Allendorfer Gemeindewaldes ist ein fester Termin jeden September. Bürgermeister Claus Junghenn begrüßte in diesem Jahr wieder 30 Personen zum Waldbegang. Neben Mitgliedern des Gemeindevorstandes, der Gemeindevertretung und der Jagdgenossenschaft hieß Junghenn den zuständigen Revierleiter Erich Wetzlar sowie den stellvertretenden Leiter des Forstamtes Frankenberg, Jochen Arnold, willkommen.

Für Jochen Arnold, der im Forstamt Frankenberg auch für den Bereich Produktion zuständig ist, war es der erste Waldbegang in Allendorf.

Revierleiter Erich Wetzlar hatte drei „Waldbilder“ vorbereitet, um den Teilnehmern einen Einblick in die Bewirtschaftung der 373 Hektar großen Gemeindewaldfläche zu geben. Im nächsten Jahr wird für den Gemeindewald die neue Forsteinrichtung erstellt, also der Wirtschaftsplan für die nächsten zwölf Jahre. Als Ziele für den Gemeindewald nannte Wetzlar die Erhöhung des Laubholzanteils, des Douglasienanteils und des Holzvorrates.

Im Frühjahr waren im Allendorfer Gemeindewald 1000 Rotbuchen, 350 Roterlen und 3600 Douglasien neu gepflanzt worden. „Bei den Douglasien hatte die Frühjahrstrockenheit zu Problemen geführt“, sagte Erich Wetzlar. „Es sind, je nach Standort, nur zwischen 30 und 60 Prozent angewachsen“, erläuterte Wetzlar den Zuhörern. Die Laubhölzer seien gut angewachsen.

Revierleiter Wetzlar wies auf Energieholz-Polter im Gemeindewald hin. Als Energieholz bezeichnen Forstleute die Restholzverwertung, zum Beispiel aus Pappel- oder Fichtenkronen.

„Es sind, je nach Standort, nur zwischen 30 und 60 Prozent der Neupflanzungen angewachsen.“

Förster Erich Wetzlar

Einer dieser Polter mit 63 Festmetern spare bei thermischer Verwertung des Holzes etwa 700 Kilogramm Kohlendioxid ein. Allerdings sei der Erlös von Energieholz bis jetzt noch nicht befriedigend, erläuterte Revierförster Erich Wetzlar.

Der stellvertretende Forstamtsleiter Jochen Arnold bezeichnet in dem Zusammenhang die Situation auf dem Holzmarkt als gut. „Die nachlassende Konjunktur hat noch nicht auf den Holzmarkt durchgeschlagen“, sagte Arnold. Noch würden Preise von 97 Euro pro Festmeter Fichte und 55 Euro bei Industrieholz erzielt.

Über die Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf den Haushalt der Gemeinde Allendorf informierte Bürgermeister Claus Junghenn die Teilnehmer des Waldbeganges: „Im Forstwirtschaftsplan hatten wir Einnahmen von 25 000 Euro für 2011 geplant, das wird auch so eintreffen. Für 2012 planen wir mit Einnahmen von 18 000 Euro“, erklärte der Allendorfer Bürgermeister.

Von Olaf Dudek

Quelle: HNA

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