40. Jahrgang - In unserer Geschäftsstelle erhältlich

Neuer Frankenberger Heimatkalender des HNA-Verlages mit viel Lesestoff

Mit viel heimatgeschichtlichem Lesestoff, einem Behördenverzeichnis und einer ausführlichen Chronik über das vergangene Jahr ist jetzt im HNA-Verlag Dierichs der neue Frankenberger Heimatkalender erschienen - und das bereits zum 40. Mal. Er ist erhältlich in der HNA-Geschäftsstelle Frankenberg, Bahnhofstraße 21, wo Thea Bangert hier die ersten druckfrischen Exemplare zeigt. Als Titelfoto ziert den 152 Seiten starken Kalender ein Blick in den Innenhof des Klosters Sankt Georgenberg mit blühendem Kräutergarten.
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Mit viel heimatgeschichtlichem Lesestoff, einem Behördenverzeichnis und einer ausführlichen Chronik über das vergangene Jahr ist jetzt im HNA-Verlag Dierichs der neue Frankenberger Heimatkalender erschienen - und das bereits zum 40. Mal. Er ist erhältlich in der HNA-Geschäftsstelle Frankenberg, Bahnhofstraße 21, wo Thea Bangert hier die ersten druckfrischen Exemplare zeigt. Als Titelfoto ziert den 152 Seiten starken Kalender ein Blick in den Innenhof des Klosters Sankt Georgenberg mit blühendem Kräutergarten.

Im HNA-Verlag Dierichs ist der neue Frankenberger Heimatkalender erschienen - und das bereits zum 40. Mal.

Frankenberg – Ausgewählte, reich bebilderte Einblicke in die Heimatgeschichte aus sieben Jahrhunderten, eine Chronik mit den wichtigsten Ereignissen des vergangenen Jahres, dazu ein praktisches Kalendarium mit allen Gemeindedaten und Behördenadressen des Landkreises zum Nachschlagen -- dies alles bietet der neue „Frankenberger Heimatkalender 2022“ im 40. Jahrgang, der soeben im HNA-Verlag Dierichs & Co. KG Kassel erschienen ist. Das Titelblatt ziert ein Foto vom Kräutergarten im Innenhof des ehemaligen Klosters Sankt Georgenberg in Frankenberg

Kritik am Kaiser: Während Kassel im Ersten Weltkrieg hungerte, verbrachte Kaiser Wilhelm II. mit seiner Frau Auguste Viktoria dort entspannte Sommerwochen. Weil der aus Viermünden stammende Historiker Dr. Karl Heldmann sich dazu kritisch äußerte, gab es gegen ihn ein Kesseltreiben, wie ein Beitrag des Heimatkalenders schildert.

Für die Redaktion des heimatgeschichtlichen Teils des 152-seitigen Jahrbuchs zeichnete wieder der Frankenberger Stadtarchivar Dr. Horst Hecker verantwortlich. Von ihm selbst stammen zwei interessante Beiträge: Er beschreibt, wie schon früher der Staat bei der Einführung von Steuern sehr erfinderisch war. Zusammen mit anderen Konsumgütern wurden 1707 in Hessen-Kassel zum Beispiel Perücken mit einer Steuer belegt, was zu Perücken-Schmuggel und heftigen Protesten führte, so auch vom Hainaer Obervorsteher Wilhelm Ernst von Geismar.

Großer Dorfbrand von Eifa: Dort brannten 1653 neun Höfe ab. Ein Ölbild von Ferdinand Pauwels im Kalender kommt dem sehr nahe.

Schon im 18. Jahrhundert und noch häufiger mit der Aufklärung und der Assimilation der Juden im 19. Jahrhundert kam es vor, dass Angehörige jüdischen Glaubens zum Christentum konvertierten. Horst Hecker beschreibt mit eindrucksvollen biografischen Details, wie 1736 in Frankenau der 26 Jahre alte David Hirtz im Beisein der Gemeinde getauft wurde und dabei, was damals üblich war, den ortsbezogenen Namen Johann Christian Frankenau erhielt. Er avancierte kurzzeitig zum Amtsdiener, lebte später aber in großer Armut.

Johann Christoph Rube: An ihn als Amtmann in Battenberg wird im Kalender erinnert.

Wie sich in der Klosterkirche von Haina „ein Abbild des Himmlischen Jerusalem“ spiegelt, beschreibt in einem weiteren Artikel mit vielen Bildbeispielen Dr. Arnd Friedrich (Dodenhausen). Aus dem Salbuch für Stadt und Amt Battenberg stellte Armin Sieburg (Marburg) Rechte und Pflichten der Bürger in dieser Region 1711/12 zusammen. Einen verheerenden Dorfbrand in Eifa aus dem Jahr 1653 und „waß noch an Gebawen uberblieben ist“ hat Matthias Seim (Marburg) erforscht. Von Soldatenschicksalen im Krieg und bei Kriegsende handeln die Beiträge über „Alfred Adler, ein Zwölfender aus Dodenau“ von Hans-Joachim Adler (Frankenau) und den Einmarsch der Amerikaner am 29. März 1945 im Oberen Edertal von Rudolf Steber (Berghofen). Die „vielfältige Arbeit für den Naturschutz“ der Nabu/Naju-Gruppe Frankenberg würdigt Werner Ebert (Frankenberg) mit schönen Naturaufnahmen.

Lamm Gottes: Über dieses und andere in der Hainer Klosterkirche auftauchende Symbole geht es in einem kunstgeschichtlichen Beitrag.

Das Jahr 2020/21 mit besonderen, wenn auch durch Corona eingeschränkten Ereignissen zeichnete Gerhard Meiser (Frankenberg) sorgsam in seinem reich illustrierten Rückblick „Von Jahr zu Jahr“ nach. Erinnert wird dabei auch an eine Reihe von bedeutsamen Persönlichkeiten, die in dieser Zeit verstorben sind.

Service: Der Frankenberger Heimatkalender 2022 des Verlags Dierichs GmbH & Co. KG mit 152 Seiten und vielen Abbildungen ist erhältlich im Buchhandel und in der HNA-Geschäftsstelle Frankenberg, Bahnhofstraße 21, zum Preis von 9,90 Euro.

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