Mittelzentrum Allendorf/Battenberg

400 Gäste beim Neujahrsempfang in Allendorf

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Gastgeber und Redner beim Neujahrsempfang des Mittelzentrums Allendorf/Battenberg: (von links) Battenbergs Bürgermeister Christian Klein, Referent Thomas Fiedler, Heike Klein sowie Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn mit Ehefrau Vera und Pfarrer Gerald Rohrmann. 

Allendorf/Battenberg. Totgesagte leben länger: Nach zweimaliger Pause feierte das Mittelzentrum Allendorf/Battenberg erstmals seit 2015 wieder einen gemeinsamen Neujahrsempfang.

Der Andrang im Allendorfer Bürgerhaus war so groß, dass es schon 30 Minuten vor dem offiziellen Beginn kaum noch Parkplätze gab. Etwa 400 Besucher aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Schulen und Vereinen gaben sich ein Stelldichein.

Gespräche sollten im Mittelpunkt stehen, die Kosten wolle man begrenzen, sagte Bürgermeister Claus Junghenn in seiner Ansprache. Statt eines warmem Büfetts und Canapees gab es dieses Mal Brühwürstchen – wahlweise mit Senf oder Ketchup.

Die Allendorfer Bürgerliste Ortsteile (BLO) hatte nach den Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Erich Hirt – mit Unterstützung der CDU – für die Renaissance gesorgt.

„Interkommunale Zusammenarbeit“ war das Thema des Abends. Darüber referierte Thomas Fiedler von der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung. Darauf ging auch Bürgermeister Junghenn ein. Nach Bildung der Verwaltungsgemeinschaft zwischen Allendorf und Bromskirchen sei eine Erweiterung „jederzeit möglich“, so Junghenn.

Mit Brühwürstchen: (von links) Pfarrer Gerald Rohrmann, Bärbel Stübner, Tim Förster, Uwe Weiß und Martin Schelberg.

Viele Eltern hätten die Ankündigung der Landesregierung einer sechsstündigen, beitragsfreien Kita-Betreuung für Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren dahingehend missverstanden, dass sie überhaupt keine Kindergartenbeiträge mehr bezahlen müssten, sagte Junghenn. Dem sei aber nicht so.

In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Gemeinde Allendorf pro Jahr 2,23 Millionen Euro an Schulumlage und 2,06 Millionen Euro für die Kindergärten trägt.

Geärgert hat sich Claus Junghenn über Stammtisch-Parolen und die Berichterstattung über die in vielen Städten und Gemeinden des Landkreises aufgestellten Flüchtlings-Container. „Alle, die meinen, ihren Senf dazu geben zu müssen, sollten mal darüber nachdenken, was sie selbst zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen beigetragen haben. Sollte das Ergebnis Null sein, dann sollten diese Menschen besser für immer schweigen“, wetterte der Allendorfer Bürgermeister.

Über die Jahreslosung „Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ sprach der Allendorfer Pfarrer Gerald Rohrmann. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Ensemble „Mountbatten Brass“ unter Leitung von Peter Becker. 

Im Gespräch: (von links) Christopher Ostrowski, SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer, Patricia Groschup-Masarwa, Günter Schmidt, Klaus Hofmann und Friedhelm Jakobi.

Quelle: HNA

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