Dodenau

4000 Menschen beim stehenden Festzug in Dodenau

- Battenberg-Dodenau (da). Von seiner besten Seite hat sich das Jubiläumsdorf Dodenau am Samstag gezeigt. Rund 4000 Menschen haben den „Stehenden Festzug“ besucht.

Das ganze Dorf war auf den Beinen, beteiligte sich und half mit. Und die Arbeit zum 825-jährigen Bestehen hat sich gelohnt: Hochbetrieb herrschte in den weitläufigen Budengassen. Fast alle örtlichen Vereine präsentierten ihr Angebot, ob mit eigenen Ständen oder auf der Aktionsbühne. Allein 19 Nachbargemeinden aus dem Oberen Edertal und dem angrenzenden Wittgensteiner Land waren vertreten. Auch aus Dodenaus holländischer Partnergemeinde Loon-op-Zand, mit der die Feuerwehr eine jahrzehntelange Freundschaft unterhält, waren zahlreiche Gäste angereist. So gab es ein Wiedersehen mit dem „alten Hoolländer“, einem Feuerwehrauto, das lange in Dodenau stationiert war. „Der Besucherandrang ist toll, wir sind sehr zufrieden“, bilanzierte Ortsvorsteher Wolfgang Stein am Abend. Er ist auch Kopf des Organisationskomitees, das die Jubiläumsveranstaltungen federführend plant. Als im Jahr 2006 das Jubiläum auf der Tagesordnung einer Ortsbeiratssitzung gestanden hatte, habe sich niemand vorstellen können, was sich daraus entwickele, sagte Stein bei seiner Begrüßung. Der Titel „Dolles Dorf“ im Jahr 2007 habe für einen „Extra-Schub“ gesorgt. Dodenau sei gut aufgestellt und bleibe auch in Zukunft attraktiv. „Ganz Dodenau hat sich in eine riesige Aktionsbühne verwandelt“, sagte Schirmherr und Bürgermeister Heinfried Horsel. Der stehende Festzug sei „absoluter Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Zur Festeröffnung führten Feuerwehrkapelle und der gemischte Chor des MGV gemeinsam das Jubiläumslied „Doll, doller Dodenau“, geschrieben von Axel von Juterzenka und Bernd Müller. Dodenau präsentierte mit dem stehenden Festzug auch seine eigene Geschichte – zum Beispiel als Gerberdorf. Dieses Handwerk hat eine lange Tradition im Ort, bis vor knapp 50 Jahren der letzte Betrieb schloss. Die alte Schmiede, die vor einigen Jahren von einer Interessengemeinschaft liebevoll restauriert worden war, lockte ebenfalls mit Vorführungen zum Besuch. Auch an zahlreiche weitere alte Bräuche und Berufe wurde erinnert. Die örtlichen Betriebe präsentierten sich ebenso. Weil Dodenau von weitläufigen Wäldern umgeben ist – die Gemarkung macht die Hälfte des gesamten Battenberger Stadtgebiets aus – durfte auch die Forstbetriebsgemeinschaft Oberes Edertal nicht fehlen. Ausgestellt waren auch zahlreiche historische Autos, Motorräder und Schlepper. Überall konnten Besucher zuschauen und manchmal sogar mit anpacken. Für Essen und Getränke sorgten die heimischen Gastronomen ebenso wie Kichelplätze aus Rennertehausen, gedämpfte Kartoffeln aus Laisa, der Schnaps des Battenfelder „Schiddebärs“ und viele andere regionale Spezialitäten. Mit dem Wetter hatten Organisatoren Glück – zumindest weitgehend. Von einigen vereinzelten Regentropfen abgesehen, blieb es tagsüber trocken. Am späten Abend, zur Musik von „Groovy“, fing es dann an zu schütten (siehe Bericht auf voriger Seite). Schon am Samstag steht die Nächste Veranstaltung im Rahmen des Jubiläums an: Der erste Dodenauer Volkslauf.

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