Diemelsee bleibt aber Option

665-Meter-Brücke soll in Willingen entstehen

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Standort aus der Vogelperspektive: Links von der Schanze soll die Hängebrücke das Strycktal überspannen. Mit der Standseilbahn (rechts) lässt sich ein Stück des Aufstiegs überwinden.

Willingen-Diemelsee. Die Gesellschafter der „Skyline“ Diemelsee haben sich dafür ausgesprochen, ihre geplante Hängebrücke im Stryck bei Willingen zu bauen.

Mit 89 Prozent der Anteile votierten sie bei ihrer Versammlung vergangene Woche für den Standort neben der größten Großschanze der Welt.

Das Projekt soll selbst einen Superlativ darstellen: In bis zu 100 Metern Höhe und mit einer Länge von 665 Metern soll die Brücke vom Mühlenkopf zum Musenberg führen. Damit wäre sie Weltrekordhalter unter den Hängebrücken im tibetischen Stil – also freihängend, ohne Stützen und Pfeiler. „Wir arbeiten daran, dass wir noch in diesem Jahr starten können, bis dahin muss aber noch viel gut gehen“, erklärt Ulrich Keudel, einer der Geschäftsführer des Projekts.

Hängebrücke ist noch nicht vom Tisch

Der ursprüngliche Plan, eine Hängebrücke über den Diemelsee zu bauen, sei damit nicht vom Tisch: „Unsere zweite Priorität ist dann, die Gemeinde Diemelsee dabei zu unterstützen, das Baurecht für eine Hängebrücke zu schaffen.“ Den Ausschlag gaben planerische Risiken am Diemelsee – es gab vielfältige Eingaben, unter anderem aus dem Bereich Naturschutz, die Nacharbeiten und Kompromisse im Bau erfordern und Risiken für das weitere Verfahren bergen, so Keudel.

Auch finanziell spreche einiges für den Stryck, bestätigt er: Es müsse weniger in Infrastruktur investiert werden und es würden mehr Besucher erwartet. Das Investitionsvolumen liegt bei über vier Millionen Euro. Mit den Nachbarn vom Ski-Club Willingen bestehe eine konstruktive Zusammenarbeit mit vielen Ideen.

„Diese Brücke wäre eine Bereicherung der touristischen Infrastruktur der Region“, befindet Willingens Bürgermeister Thomas Trachte – das wäre aber auch am Diemelsee so: „Wir haben die Initiative schon begrüßt und unterstützt, als der Diemelsee vorgesehen war.“

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Quelle: HNA

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