340 Teilnehmer beim Wanderabenteuer Edersee

84 Kilometer durch den Kellerwald: Extremwanderer in Frankenau gestartet

Vor dem Start: Antje Kunig (vorne) packt die letzten Sachen in ihren Rucksack; dahinter weitere Teilnehmer der Extremwanderung, die am Freitagabend an der Kellerwaldhalle gestartet sind.
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Vor dem Start: Antje Kunig (vorne) packt die letzten Sachen in ihren Rucksack; dahinter weitere Teilnehmer der Extremwanderung, die am Freitagabend an der Kellerwaldhalle gestartet sind.

Wandern am Edersee und im Kellerwald ist beliebt. Am Wochenende 10./11. September 2021 wagen 340 Menschen dort eine ganze besondere Tour: das Wanderabenteur Edersee über 84 und 43 Kilometer.

Frankenau – Ein letzter Blick auf die Armbanduhr – und dann ging es auch schon los für die rund 150 Teilnehmer, die am Freitagabend an der Frankenauer Kellerwaldhalle zum „24-Stunden-Wanderabenteuer Edersee“ aufgebrochen sind. 84 Kilometer lagen vor den Extremwanderern, die aus dem gesamten Bundesgebiet und zum Teil sogar aus den Beneluxländern angereist waren, wie Claus Günther von der Edersee-Marketing-Gesellschaft mitteilte.

Weitere 190 Teilnehmer gesellen sich am Samstagmorgen dazu – wiederum an der Kellerwaldhalle -, um den 43-Kilometer langen Wandermarathon in Angriff zu nehmen. Ausgerichtet wird das Wanderabenteuer bereits zum siebten Mal von der Edersee-Marketing GmbH mit Unterstützung durch den Naturpark Kellerwald-Edersee. „Die haben die komplette Markierung übernommen“, sagt Günther.

Für den Service an der Kellerwaldhalle sorgt der TSV Frankenau. Auch an allen Orten entlang der Strecke sind Verpflegungsstationen eingerichtet, die von Vereinen oder Dorfgemeinschaften besetzt sind. „Ohne die ganzen Helfer wäre das alles gar nicht möglich“, betont der Geschäftsführer. Es sei immer ein tolles Gemeinschaftserlebnis.

Strecken von Frankenau nach Frankenau

Der erste Teil der 84-Kilometer-Extremtour führt ab Frankenau über Dülfershof vorbei an Frebershausen, Gellershausen bis Kleinern und ab da zurück über Albertshausen und Hüddingen nach Frankenau. Die kürzere Wandermarathonstrecke verläuft ab Frankenau nach Burg Hessenstein und führt unter anderem an Buchenberg, Fürstenberg, Herzhausen und Schmittlotheim vorbei, bevor die Tagesetappe nach einem Abstecher zur Quernst ebenfalls wieder an der Kellerwaldhalle endet.

Viele Teilnehmer seien schon seit 2014 dabei, aber es gebe auch neue Gesichter, sagt Claus Günther. „Weil wegen Corona fast alles ausgefallen ist, freuen sich viele, endlich mal wieder eine solche Strecke wandern zu können.“ Jeder laufe sein eigenes Tempo. „Die meisten brauchen so zwischen 15 und 20 Stunden für die Extremstrecke. Wir wollen keinen Wettkampf machen“, betont er.

„Wir setzen uns kein Limit“, sagt auch Herbert Wolf, der bereits zum sechsten Mal teilnimmt und mit einer Gruppe von Freunden und Bekannten unterwegs ist. „20 Stunden ist das Ziel“, so Wolf. Zur Vorbereitung sei er im Vorfeld einige kürzere Strecken gewandert.

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