91.000 Euro für Brandschutz in Allendorfer Tennishalle

Die Tennishalle in Allendorf-Eder: Vor einer weiteren Nutzung muss in den Brandschutz investiert werden. Archivfoto: Hoffmeister

Allendorf-Eder. Es kam, wie es kommen musste: Nach Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest oder der Karnevalsveranstaltung des SV Rennertehausen mit über 1000 Besuchern ist der Fachdienst Brandschutz der Kreisverwaltung auf die Allendorfer Tennishalle aufmerksam geworden, die jetzt „Mehrzweckhalle" heißt.

Nach langem Hin und Her hatte die Gemeinde Allendorf die Tennishalle schließlich gekauft, um Räumlichkeiten für Großveranstaltungen zu besitzen und sportliche Aktivitäten zu ermöglichen (HNA berichtete).

Klar war den Allendorfer Parlamentariern bei der Beratung des Haushaltsplanes 2015, dass erhebliche Investitionen für die Tennishalle fällig werden. Unter anderem für die Sanierung des Daches. Das Parlament hatte im Etat 250 000 Euro für die Tennishalle bereit gestellt, diesen Ansatz jedoch mit einem Sperrvermerk versehen.

In der jüngsten Ausschusssitzung berichtete Bürgermeister Claus Junghenn von „erheblichen Mängeln“, die während einer Gefahren-Verhütungsschau durch Mitarbeiter des Fachdienstes Brandschutz aufgelistet worden seien. Junghenn: „Im Oktober haben wir die nächste Großveranstaltung. Wenn wir die Halle weiter nutzen wollen, dann müssen wir diese Dinge umsetzen.“ Um die festgestellten Brandschutz-Mängel zu beseitigen, sind laut Junghenn rund 91.000 Euro erforderlich.

„Wir wussten alle, was auf uns zukommt“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Hofmann. „Wir haben A gesagt und müssen jetzt auch B sagen.“ Bedenken äußerte Hofmann allerdings bezüglich der Nutzungsgebühren, die seiner Meinung nach „viel zu niedrig“ seien. Es müsse einen „deutlichen Unterschied“ zwischen der Anmietung eines Dorfgemeinschaftshauses für eine Familienfeier und einer „hochkommerziellen“ Veranstaltung wie dem Karneval oder dem Oktoberfest geben, meinte Hofmann.

Das sahen viele anders. „Es sind unsere Vereine, die von den Einnahmen solcher Veranstaltungen profitieren“, sagte Bürgermeister Claus Junghenn. Mit dem Blick auf diese Einnahmen müsse man als Gemeinde „nicht gleich Dollar-Zeichen in die Augen kriegen“.

Die Aussschussmitglieder verständigten sich schließlich darauf, 91.000 Euro für den Brandschutz frei zu geben und die Verwaltung zu beauftragen, ein neues Nutzungskonzept mit Gebührenordnung zu erarbeiten.

Quelle: HNA

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