RP stellt Verstöße in jedem zehnten Geschäft fest

Ab heute darf Feuerwerk für Silvester verkauft werden

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Kennt sich mit Feuerwerk aus: Pyrotechniker Christoph Jarkow aus Bad Wildungen - hier mit einer Zündanlage.

Waldeck-Frankenberg. Ab dem 28. Dezember darf in Deutschland Feuerwerk für Silvester verkauft werden. Bundesweit sind dafür immer nur die drei verkaufsoffenen Tage vor Silvester zugelassen.

Auch für die Lagerung der explosiven Waren in den Geschäften und Discountern gibt es Vorschriften, die aber nicht immer eingehalten würden, wie das RP Darmstadt jetzt mitteilte. Die Regierungspräsidien sind in Hessen für die Überprüfung des Handels mit Feuerwerkskörpern zuständig. 

"Mengenüberschreitungen gibt es immer wieder – im Verkaufsraum wie im Lager“, sagt Thomas Hagner, Kontrolleur beim RP Darmstadt. Mitunter fehle ein Feuerlöscher, Fluchtwege seien blockiert. Nach Hagners Erfahrungen werden etwa bei jeder zehnten Kontrolle Verstöße aufgedeckt. Die meisten ließen sich aber relativ einfach beheben. 

Angezündet werden dürfen Feuerwerkskörper nur am 31. Dezember und 1. Januar. Hagner rät Kunden, nur zugelassene Böller und Kracher zu kaufen. Der Kontrolleur warnt vor illegalen und selbst zusammengebauten Feuerwerkskörpern. Auf Feuerwerks-Artikeln muss die BAM-Zulassung stehen. „Das ist das Siegel, das bescheinigt, dass die Feuerwerkskörper geprüft und für Endverbraucher zugelassen sind“, sagt der Bad Wildunger Pyrotechniker Christoph Jarkow. 

Thomas Hagner vom RP rät für die Silvesternacht zu eng anliegender Kleidung – nicht, dass etwas in den Kragen fliegt und dann am Körper explodiert“. Raketen gehörten zum Abschießen in eine Glasflasche, die müsse fest stehen und nicht umfallen können. Vorsicht auch auf Balkonen und Terrassen: „Nicht dass dort der vertrocknete Weihnachtsbaum herumsteht und gelbe Säcke liegen“, sagt der Sprengstoff-Experte des RP. 

Das Sozialministerium rät zudem, sich vor dem Böllern mit Alkohol zurückzuhalten und Blindgänger nicht erneut anzuzünden; sie sollten mit Wasser überschüttet werden. 

Auf die Prüfzeichen achten

Raketen, Knallkörper oder Verbundfeuerwerke müssen, bevor sie auf dem europäischen und damit auch deutschen Markt dürfen, auf ihre Sicherheit geprüft sein. Neben der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gibt es 14 weitere Stellen in Europa. So dürften benannte Stellen aus Polen, Spanien oder Ungarn auch Prüfungen für den deutschen Markt durchführen. Geprüftes Feuerwerk erkennt man an der Registriernummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle. Die BAM hat die Kennnummer 0589. Die bisherigen Zulassungszeichen (z. B. BAM – P II – 1234) sind seit Juli 2017 nicht mehr gültig.

Quelle: HNA

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