900.000 Euro im Landeshaushalt für Abzweig nach Schiffelbach

Bau der Abbiegespur für 2013 geplant

Freude über Zusage für den Linksabbieger-Streifen auf der Landesstraße bei Gemünden: von links Matthias Müller, Heinz-Wilhelm Trümner, Matthias Lückel, Marlene Wagner, Rainer Thursar, die CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Armin Schwarz sowi

Gemünden-Schiffelbach - Jahrelang haben die Gemündener eine Lösung für den gefahrenträchtigen Abzweiger von der Landesstraße 3073 nach Schiffelbach gefordert. Am Freitag überbrachte CDU-Landtagsmitglied Armin Schwarz gute Nachrichten: Im Jahr 2013 soll gebaut werden.

Damit wird ein Gefahrenpunkt entschärft, an dem es in den vergangenen Jahren immer wieder zu teils schweren Verkehrsunfällen kam. Die Abfahrt nach Schiffelbach ist aus der Entfernung nicht zu sehen, so dass vor allem Ortsfremde dort häufig überrascht werden, wenn vor ihnen fahrende Autos abbremsen, um abzubiegen. Außerdem wird die Kreuzung häufig von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren, die auf der langen Geraden von vielen überholt werden, die nicht ahnen, dass die Traktoren kurz davor sind, abzubiegen. Anfang des Jahres hatte das Parlament der Stadt Gemünden eine Petition beim Land Hessen eingereicht, um nach jahrelangen Planungen und Forderungen zu Ergebnissen zu kommen – mit Erfolg.

Bürgermeister Frank Gleim freute sich besonders darüber, dass nun endlich „ein Zeithorizont“ in Sicht ist. „Für uns ist das hier ein markanter Punkt“, sagte er, „es geht um den Schutz der Bürger.“ Heinz-Wilhelm Trümner, Ortsvorsteher in Schiffelbach und selbst Landwirt, berichtete von immer wiederkehrenden gefährlichen Situationen, weil viele Autofahrer die durchgezogene Linie auf Höhe des Abzweigs ignorierten, um Traktoren zu überholen. „Wenn dann aus Richtung Schiffelbach jemand nach rechts abbiegt und und nicht mit Gegenverkehr rechne, weil eigentlich Überholverbot gilt, gibt es einen richtigen Schlag“, skizzierte er eine Gefahrensituation.

Ein Linksabbieger-Streifen sei die richtige Lösung für diesen Standort, sagte CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung sei hingegen nicht sinnvoll, ergänzte ihr Fraktionskollege Armin Schwarz, der als Berichterstatter zu dieser Petition fungiert: „Verdeckte Messungen haben ergeben, dass 85 Prozent der Fahrzeuge das vorgeschriebene Tempo eingehalten haben“, berichtete er. „Die Fahrgeschwindigkeit ist hier also nicht so brisant, wie es manchmal wahrgenommen wird.“ Im Straßenbauprogramm des Landes für das nächste Jahr sind 900?000 Euro eingeplant – noch ist der Haushalt zwar nicht verabschiedet, doch sowohl Armin Schwarz als auch Claudia Ravensburg zeigten sich einig darin, dass dieser Posten nicht wieder herausgenommen wird. „Dafür werden wir schon sorgen“, versprach Ravensburg.

Armin Schwarz zeigte sich zuversichtlich, dass der Bau der Linksabbieger-Spur bereits im nächsten Jahr beginnt, weil vor allem von Seiten der Stadt bereits alle Voraussetzungen erfüllt sind. Das nächste Treffen an der Kreuzung soll dann schon anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs stattfinden.

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