Abenteuerliche Reise: Battenberger erlebte Orang-Utans auf Borneo

Mit dem Häuptling eines Langhauses: Mathias Kailer überreichte Geschenke für Ureinwohner den Iban.

Battenberg. Er hat Orang-Utans auf Borneo erlebt und fleischfressende Pflanzen im Dschungel: Der 69-jährige Mathias Kailer aus Battenberg hat eine abenteuerliche Reise hinter sich.

Ein wichtiges Motiv seiner Reisen ist die Naturverträglichkeit. Wo immer es möglich ist, bringt Kailer sich zum Schutz der Natur und bedrohter Arten ein. Er nennt es seine größte Leidenschaft, zu Großwildtieren und vom Aussterben bedrohten Tierarten zu reisen, ohne dabei die fremden Menschen mit deren Kulturen aus den Augen zu verlieren.

Er sah in Ostafrika Berg-Gorillas aus nächster Nähe und kehrte begeistert von der Tierwelt in Namibia - vom Löwen bis zum Elefanten - zurück. In diesem Jahr nahm er im Rahmen eines Umweltschutzprogrammes an der Pflanzung von Bäumen auf Borneo teil.

Der Bericht von Mathias Kailer liest sich wie eine Reihe vieler Höhepunkte. Nach einer längeren Wanderung durch einen sumpfigen Wald gelangte er zu Lang´s Cave, einer riesigen Tropfsteinhöhle, in der geschätzte drei Millionen Fledermäuse wohnen und abends massenhaft in die umliegenden Wälder zur Nahrungssuche ausfliegen. Auch der Besuch eines Rehabilitationszentrums für die äußerst bedrohten Malaienbären gehörte in sein Reiseprogramm.

Auf seinen Wanderungen durch die Natur Borneos, das er ein „tolles Land“ nennt, blieben ihm auch die exotischen Pflanzen des Dschungels wie fleischfressende Kannenpflanzen, bunte Orchideen, Rhododendren und eindrucksvolle Farnpflanzen nicht verborgen.

Unvergesslich ist für Mathias Kailer nicht zuletzt die Begegnung mit Ureinwohnern Borneos, den Iban. Diese wohnen gemeinschaftlich in Langhäusern. Vor einem solchen führten die ehemaligen „Kopfjäger“ Kriegstänze auf. Kailer durfte für seine Reisegruppe dem Häuptling Geschenke überreichen.

Zahlreiche Fotos werden seine Erinnerung an Borneo frisch halten, doch diese wird etwas getrübt durch die wahrgenommene, unaufhaltsame Abholzung des Regenwaldes und damit des Verlustes von Lebensraum seltener Tiere, um Ölpalmen plantagenmäßig anzubauen.

Von Gerhard Kalden

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Quelle: HNA

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