Abfuhr für Lehrer vor Arbeitsgericht Marburg

Marburg. Dürfen Lehrer streiken? Das ist die Grundsatzfrage hinter der Klage von drei Pädagogen aus Marburg, Frankenberg und Wohratal, die vor dem Marburger Arbeitsgericht klagten. Konkret wollten sie erreichen, dass ihre Abmahnungen zurückgenommen werden.

Die drei Gesamtschullehrer im Alter zwischen 54 und 61 Jahren hatten während des Bildungsstreiks im November vergangenen Jahres gemeinsam mit mehreren Tausend Schülern und Lehrern für bessere Arbeitsbedingungen in Wiesbaden demonstriert. Unterdessen fiel ihr Unterricht aus. Nach Schätzung der Erziehungsgewerkschaft GEW wurden daraufhin etwa 100 angestellte Lehrer in Hessen abgemahnt.

In den Abmahnungen hieß es, dass sich der Arbeitgeber arbeitsrechtliche Maßnahmen bis zur Kündigung vorbehält, falls sich die Lehrer erneut an einem Streik beteiligen. Dagegen kamen die verbeamteten Lehrer meist mit einer vergleichsweise harmlosen „Missbilligung“ davon.

Das Marburger Arbeitsgericht entschied gegen die klagenden Lehrer: „Die Abmahnungen sind verhältnismäßig“, sagte Arbeitsrichter Hans Gottlob Rühle.

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Quelle: HNA

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