Klostergarten soll geöffnet werden

Abriss am Landratsamt in Frankenberg hat begonnen

Abriss Ostflügel Landratsamt Frankenberg
+
In Frankenberg ist mit dem Abriss des Ostflügels am Landratsamt begonnen worden.

Am Landratsamt in Frankenberg hat der Abriss des Ostflügels begonnen. Der Büro-Bau aus den 1960er-Jahren soll verschwinden, um den Blick in den Innenhof des ehemaligen Klosters zu öffnen.

Frankenberg – „Wir haben lange Zeit gerungen, aber das Ergebnis zählt.“ Mit diesen Worten hat Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß am Dienstagnachmittag (26.10.2021) den Pressetermin eröffnet, mit dem der offizielle Startschuss für den Abriss des Ostflügels am Landratsamt in Frankenberg gefallen ist.

Wie berichtet, hatte die Stadt Frankenberg das 60 Jahre alte Gebäude für 54.000 Euro vom Landkreis gekauft, um es abzureißen, damit dort die Öffnung des Klostergartens, die Renaturierung der Nemphe und die Umgestaltung des Parkplatzes umgesetzt werden können. Eine Sanierung des Bürotraktes hätte den Kreis rund 1,3 Mio. Euro gekostet. Die Abrisskosten für den Ostflügel und die Garagne liegen laut Stadtverwaltung bei insgesamt rund 123.000 Euro.

Thema seit 20 Jahren

Bürgermeister Heß erinnerte daran, dass der Ostflügel schon in seiner ersten Amtszeit vor gut 20 Jahren ein Thema gewesen sei. „Eigentlich wollte ich hier mit der Stadtentwicklung beginnen, nicht am Wasserpark“, sagte Heß. Das Projekt wurde aber lange Zeit durch den Widerstand des Landkreises blockiert. Aus seiner Sicht sei die Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau „der erlösende Moment“ gewesen, dass es nun doch zum Abriss kommt, sagte Heß.

Die Vorarbeiten für den Abriss haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. Zuvor waren die Büros bereits ausgeräumt worden.

„Wir haben uns schwer getan, weil wir klären mussten, wie wir mit dem eigenen Personal umgehen“, erläuterte Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Wir brauchten einen alternativen Standort und haben ja mittlerweile Interimslösungen gefunden.“

Die Fachdienste Bauen und Umwelt sowie Mitarbeiter für Brandschutz und Dorfentwicklung sind vorübergehend auf das Stölcker-Gelände in Schreufa gezogen, die Zulassungs- und Führerscheinstelle hat Container in der Auestraße 12 bezogen, beides bis 2023 angemietet. Als dauerhafte Lösung soll der Landkreis Büros im Gebäude der Sparkasse Waldeck-Frankenberg gegenüber dem Landratsamt bekommen. Für den Verkehrsdienst will der Landkreis Büros im Geschäfts- und Wohnhaus mieten, das Finger-Haus auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Maurer in der Jahnstraße bauen wird.

Der Ostflügel werde in etwa vier bis fünf Wochen abgerissen sein, schätzt Polier Helmut Finger von der Firma Archinal. Danach soll der gesamte Bereich so umgestaltet werden, dass der Blick in den Klostergarten frei wird. „Das historische Kloster war immer ein offenes U, das ist jetzt wieder unser Ziel“, sagte Heß.

Auf dem Bagger: Bürgermeister Rüdiger Heß (links im Führerhaus) und Landrat Dr. Reinhard Kubat (rechts) ließen sich von Polier Helmut Finger von der Firma Archinal zeigen, wie der Greifarm funktioniert.

Wie beim Ederuferpark werde die Stadt Flächen entsiegeln, Bäume pflanzen und Grünanlagen schaffen. Dazu gehört auch die Freilegung der Nemphe, die vom Landratsamt bis zu Eisen-Finger „irgendwann einfach vergraben wurde“, wie Heß es formulierte. „Wir wollen hier alles schön machen, damit sich die Menschen wohlfühlen.“

Auch Landrat Kubat zeigte sich „sehr zufrieden“: „Der Ostflügel galt in den 60ern als modernes Verwaltungsgebäude, er genügt heute aber nicht mehr den Basic-Anforderungen. Das Gebäude hat seine Dienste getan.“

Abriss am Landratsamt in Frankenberg hat begonnen

In Frankenberg wird der Ostflügel des Landratsamtes abgerissen.
In Frankenberg wird der Ostflügel des Landratsamtes abgerissen.
In Frankenberg wird der Ostflügel des Landratsamtes abgerissen.
In Frankenberg wird der Ostflügel des Landratsamtes abgerissen.
Abriss am Landratsamt in Frankenberg hat begonnen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare