Edertalschule

Abschied ist auch ein bisschen bitter

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Frankenberg - Mit dem Ende des Schuljahres verlassen nicht nur Schüler die Edertalschule, sondern auch Lehrer. Christa Eidam-Kraft geht in den Ruhestand, während Katrin Orthwein sich eine neue Herausforderung an einer Marburger Schule sucht.

Nachdem die Lehrer ihre Schüler mit den Zeugnissen in die Ferien verabschiedet hatten, trafen sie sich zu einer kleinen Feierstunde, um auch Kollegen zu verabschieden.

Christa Eidam-Kraft hat sich nach 36 Jahren als Lehrerin für Deutsch, sowie Politik und Wirtschaft für den vorzeitigen Ruhestand entschieden. Schulleiter Stefan Hermes ließ ihre Karriere Revue passieren und erzählte im Kreis der Kollegen, dass Eidam-Kraft in Marburg studiert und in Bad Wildungen ihr Referendariat gemacht hatte.

Als Lehrerin begann Eidam-Kraft an der alten Landesschule in Korbach, bevor sie 1988 an die Edertalschule kam. Dort machte sie es sich zur Aufgabe, die Übergänge der vierten Klassen an das Gymnasium zu erleichtern und Verbindungen zwischen ihren Kollegen und den Lehrern der Grundschulen zu knüpfen. Laut Hermes hat die 62-Jährige außerdem die Tage der offenen Tür organisiert - „die haben so manchem Schüler den Weg an unsere Schule gewiesen“.

Verabschiedet wurde auch Katrin Orthwein. Sie hat sich an eine Marburger Schule versetzen lassen. Von den Kollegen gab es trotz aller liebevollen Worte zum Abschied auch ein wenig Schelte und Unverständnis: „Wir werden die vielen Impulse vermissen, die sie der Edertalschule gegeben haben“, fasste Hermes zusammen.

Das Referendariat machte Orthwein an der Edertalschule, ihre erste Festanstellung hatte sie dann im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Schließlich landete die Lehrerin für Deutsch und Englisch wieder in Frankenberg - und geht nun freiwillig. Laut Hermes war sie ein „belebendes Element der Schule“. Sie war nicht nur im Personalrat, sondern auch Fachvorsteherin in Englisch, prägte das Austauschprogramm mit England und saß dem Prüfungsausschuss in Deutsch vor. Auch im noch jungen Fach Darstellendes Spiel habe sie sich eingebracht.

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