Anwohner Am Dammrasen wollen sichere Straße

„Abzusehen, dass wieder was passiert“

Für viele eine Abkürzung: Um schneller durch Rosenthal zu kommen, fahren viele Autos und Lastwagen durch den Dammrasen, dabei werden immer wieder Haustiere angefahren. Foto:  Paulus

Rosenthal. Dass es in Rosenthal eine Straße mit Namen „Am Dammrasen“ gibt, nehmen einige Autofahrer offenbar zu wörtlich. Jedenfalls beklagen sich die Anwohner, dass in dieser Straße immer wieder zu schnell gefahren werde. Vor einigen Jahren wurde dort ein Kind angefahren, am Dienstag seien zwei Katzen von einem Auto überfahren worden. Deshalb fordern die Anwohner von der Stadt jetzt eine Lösung.

Das Problem des Dammrasens ist, dass er parallel zum Obertor verläuft – der Hauptverkehrsstraße aus Richtung Frankenberg und Ernsthausen. „Der Durchgangsverkehr nutzt diese Straße gern, um weniger Meter gegenüber der Hauptstraße abzukürzen oder an einem Lastwagen vorbeizukommen“, berichtet Martina Flohr, die am Dammrasen wohnt. „Das ist unglaublich, wie die da durchbrettern, manche mit bis zu 70 Stundenkilometern, schätze ich.“

Die Anwohner sorgen sich nicht nur um ihre Haustiere, sie haben vor allem Angst um ihre Kinder, die auf der breiten, durch den Bach Bentreff geteilten Straße spielen. „Diesmal waren es Katzen, beim nächsten mal sind es Kinder“, sagt Martina Flohr. „Es ist abzusehen, dass wieder was passiert.“

„Die Ansprüche der Bürger sind berechtigt“, sagt Bürgermeister Hans Waßmuth. „Man darf das Thema nicht herunterspielen. Die Frage ist nur: Was macht man?“ Nachdem vor einigen Jahren ein Kind angefahren und schwer verletzt wurde, war die Verkehrssituation am Dammrasen schon einmal Thema in der Stadt. Es gab eine Unterschriftenaktion der Anwohner, die Straßenverkehrsbehörde habe damals aber nichts empfohlen, sagt Waßmuth.

Lieber Schwellen statt Schild

Es gibt ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge mit mehr als zwölf Tonnen Gewicht – daran halte sich aber kaum ein Lastwagen, sagt Martina Flohr. Deshalb wären den Anwohnern zur Lösung des Problems auch Schwellen lieber als Tempo-30-Schilder. Auch Bürgermeister Waßmuth sagt: „Die unvernünftigen Autofahrer kriegt man nicht mit einem Schild.“ Er könne den Anwohnern nichts versprechen, werde das Thema aber im Magistrat ansprechen.

Die Menschen am Dammrasen überlegen jetzt, eine Bürger-Initiative zu gründen, um ihre Forderungen zu verstärken. „Es sollte bei uns auf dem Land doch normal sein, dass Kinder draußen spielen können“, sagt Martina Flohr. (jpa)

Quelle: HNA

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