Burgwald

Bis zu acht Windräder auf den Graurück

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- Gemünden - Schiffelbach (gl). Die Stadtverordnetenversammlung hat es bereits beschlossen, die Untersuchungen für das Genehmigungsverfahren beginnen: Im Norden Schiffelbachs entsteht bis 2013 ein Windpark. Investitionssumme: etwa 30 Millionen Euro.

Es scheint eine „Win-Win-Win-Situation“ zu sein: für die Stadt Gemünden, für die Schiffelbacher Waldinteressenten und den Korbacher Energieversorger EWF. Wenn das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist – in etwa 18 Monaten –, dann sollen zwischen Schiffelbach und der Kernstadt möglichst rasch Windräder gebaut werden. So haben es die Stadtverordneten beschlossen, so wollen es auch die Waldinteressenten. Die Erbengemeinschaft aus Schiffelbach besitzt einen großen Teil des Waldes nahe des Graurücks. Das übrige für die Bebauung in Frage kommende Gebiet ist Eigentum der Stadt. Gemeinsam wollen diese beiden Parteien das Gelände an die Energiegesellschaft Waldeck-Frankenberg verpachten. Die baut dann, vor­aussichtlich ab 2013, sechs bis acht Windräder auf die Schiffelbach zugewandte Seite des Graurücks.

Bürgermeister Frank Gleim nennt das Projekt im Südosten der Stadt „die wahrscheinlich größte Investition in den nächsten Jahren“. Er schätzt sie auf etwa 30 Millionen Euro, wenn tatsächlich acht Windräder gebaut werden. Die Stadt, darauf legt er Wert, muss davon keinen einzigen Euro tragen: Das Risiko trägt der Energieversorger. Selbst wenn das Genehmigungsverfahren negativ ausfallen sollte, zahlt die Vorleistungen – also etwa die bereits anlaufenden Untersuchungen über Vogelnistgebiete – die EWF.

„Der Dank der Stadt gilt insbesondere der Initiative der Waldinteressenten“, sagt Gleim. Sie waren auf die Kommune zugekommen und hatten ihre Überlegungen zu einem Windpark präsentiert. Schnell war klar, dass der Bau der Windräder für Gemünden viele Vorteile bietet: Die Stadt tut aktiv etwas für den Ausbau erneuerbarer Energien und erfüllt damit auch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Zudem bekommt die Kommune nicht nur den ihr zustehenden Teil der Pacht, sondern auch die aus dem Betrieb der Anlagen entstehenden Gewerbesteuereinnahmen. Zu diesem Zweck soll die EWF eigens ein Unternehmen mit Sitz an der Wohra gründen.

Geht das Genehmigungsverfahren seinen Weg, könnte der Bau der Masten 2013 beginnen, spätestens 2014 würden sie in Betrieb gehen. Acht Masten könnten bis zu 1200 Haushalte mit Strom versorgen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 27. September

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