Geständnis vor Gericht: Mann warf Sim-Karte aus fahrendem Auto

Frankenberg. Weil er die Handy-Sim-Karte einer jungen Frau aus einem fahrenden Auto geworfen hat, ist ein 25-Jähriger aus dem Frankenberger Land am Donnerstag vom Amtsgericht in Frankenberg zu einer Auflage von 20 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.

Das Verfahren gegen ihn wurde damit vorläufig eingestellt. Die vier geladenen Zeugen mussten nicht mehr angehört werden.

In einer so genannten Verfahrensabsprache zu Beginn der Verhandlung bot der Staatsanwalt dem Angeklagten an, ein Geständnis abzulegen, da es eine Zeugenaussage gebe, die ihn belaste. „Was soll ich denn gestehen?“, fragte der 25-Jährige zunächst. „Ich hatte das Handy in der Hand, ich war aber nicht der einzige. Und was hätte ich damit bezwecken sollen, die Sim-Karte wegzuwerfen?“

Wenn er nur 20 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten müsse, könne er sich auf ein Geständnis einlassen, sagte der Angeklagte aber schließlich.

Das Handy, aus dem die Sim-Karte stammt, war bei einem Streit zwischen drei Frauen in einer Wohnung in Allendorf-Eder zu Boden gefallen. Der 25-Jährige soll darauf die Sim-Karte aus dem Handy genommen und es auf der Fahrt nach Frankenberg aus dem Autofenster geworfen haben. (jpa)

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Quelle: HNA

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